Petkovic: «Gibt nicht viele, die ein solches Spiel noch drehen»

Vladimir Petkovic hat sich einen Tag nach dem Last-Minute-Sieg gegen Slowenien erleichtert gezeigt. Trotz einer über weite Strecken durchzogenen Leistung macht der Nationalcoach seiner Mannschaft keinen Vorwurf - im Gegenteil.

Video «Fussball: EM-Qualifikation 2016, Interview mit Vladimir Petkovic» abspielen

Petkovic: «Haben den Sieg bis zur letzten Sekunde provoziert»

2:55 min, vom 6.9.2015

Spätestens nach dem 2. Treffer durch Bostjan Cesar hat es wohl kaum einer noch für möglich gehalten, dass die Schweizer Nati in dem so wichtigen Spiel gegen Slowenien noch als Sieger vom Platz geht. Doch mit 3 Treffern innerhalb von 14 Minuten hat das Team von Vladimir Petkovic in der Schlussphase die grosse Wende geschafft.

Nicht nur die Spieler waren sich einig, dass die Mannschaft am Samstag Charakter gezeigt hat. «Am Ende war es ein verdienter Sieg, den wir bis zur letzten Sekunde provoziert haben. Ich glaube, es gibt nicht viele Teams, die ein solches Spiel noch drehen», konstatierte Petkovic am Sonntagvormittag.

Wie weiter mit Inler?

Die Schweizer hatten gegen Slowenien während 80 Minuten eine diskrete Leistung geboten. Von «80 Minuten zum Vergessen» will Petkovic aber nicht reden. «Nach dem 2. Gegentor habe ich kurzzeitig eine Mannschaft gesehen, die ein wenig abbaute. Aber das ist normal», befand der 52-Jährige, der am Samstag mit einer personellen Rochade für Aufsehen gesorgt hatte.

«  Die Dopingkontrolleure haben wohl gedacht, dass hier etwas nicht stimmen kann. »

Während Gökhan Inler während 90 Minuten mit einem Platz auf der Bank hatte vorlieb nehmen müssen, rückte Blerim Dzemaili für den Captain in die Startelf nach. Ob diese Entscheidung richtig war, liess Petkovic offen. Mit dem Auftritt von Dzemaili zeigte sich der Tessiner aber zufrieden. «Er war viel unterwegs in der 1. Halbzeit, hat Unruhe ins Spiel der Slowenen gebracht».

Störfaktor in der Vorbereitung auf England

Vor dem Spiel gegen England, wo die Nati mit einem Sieg das Ticket für die EM in Frankreich lösen könnte, gehe es nun darum, sich bestmöglich zu erholen und kleine Blessuren auszukurieren, so Petkovic.

Die Vorbereitung auf das Spiel am Dienstag ist aber bereits am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr früh empfindlich gestört worden. «Acht Spieler mussten zur Dopingkontrolle. Nach den letzten 30 Minuten gegen Slowenien dachten die wohl, dass hier etwas falsch sein muss», so Petkovic schmunzelnd.

Video «Fussball: EM-Quali, Schweiz - Slowenien» abspielen

Schweizer Wende gegen Slowenien

4:07 min, aus sportaktuell vom 5.9.2015

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.09.2015, 20:00 Uhr.