Seferovic: «Hoffe, es war nicht mein letztes Tor»

Nach dem Last-Minute-Erfolg gegen Zypern haben sich die Nati-Akteure sehr erleichtert gezeigt. Michel Pont sah einen «grossen Schritt Richtung Brasilien». Siegtorschütze Haris Seferovic hofft auf weitere Treffer im Nati-Dress.

Der gefeierte Mann auf dem Rasen und in den Katakomben des Stade de Genève war im Schweizer Lager natürlich Haris Seferovic. Der Siegtorschütze im U17-WM-Final von 2009 traf bei seinem 3. Nati-Einsatz zum 1. Mal und meinte danach: «Ich hoffe, es war nicht mein letztes Nati-Tor.»

Der 21-Jährige hatte wie seine Teamkollegen einen «schwierigen Match» erlebt. «Wir versuchten und versuchten es, aber der Ball wollte einfach nicht rein», meinte der Stürmer und fügte an: «Zum Glück klappte es am Schluss doch noch.»

Teamgeist und Einstellung stimmten

Die Schweiz habe sich das Leben mit den vielen ausgelassenen Chancen selber schwer gemacht, befand Captain Gökhan Inler. «Wir strebten ein frühes Tor an, aber es wollte uns nicht gelingen.»

Assistenz-Coach Michel Pont, der den gesperrten Ottmar Hitzfeld auf der Bank als Cheftrainer vertrat, lobte den Teamgeist und die Einstellung, die bis zum Schluss gestimmt hätten. Und er fand lobende Worte für die Zyprer: «Sie waren ein sehr unangenehmer und gut organisierter Gegner.» Seine Schützlinge seien aber nie in Panik verfallen und hätten bis zum Schluss konsequent weitergespielt.

Pont und Stocker kritisch

Kritisch äusserte sich Pont zur Schweizer Chancenauswertung. «Wir kamen gegen Zypern in 2 Spielen zu 20 Chancen und haben nur ein Tor erzielt - das ist zu wenig.» Für Valentin Stocker, der auf der linken Seite bis zu seiner Auswechslung eine engagierte Partie zeigte, waren «die vielen hohen Bälle in der Endphase etwas unnötig.»

Grosser Schritt Richtung Brasilien

Mit Blick auf die 4 ausstehenden Spiele im Herbst gegen Island, Norwegen, Albanien und Slowenien warnte Stocker: «Wir haben jetzt 4 Punkte Vorsprung, aber das ist trügerisch.» Letztlich dominierte im Schweizer Lager verständlicherweise aber die Freude und die Erleichterung über den knappen Sieg. «Das war ein grosser Schritt Richtung Brasilien», so Pont.