Widmer: «Die Karten werden neu gemischt»

Loris Benito, Silvan Widmer und Marwin Hitz sind zur Vorbereitung auf den Auftakt in der EM-Quali am Montag gegen England erstmals im Kreis der Nationalmannschaft dabei. Das Trio will sich beim neuen Trainer auf Anhieb aufdrängen.

«Die Karten werden neu gemischt», meint Silvan Widmer. Der 21-jährige Aussenverteidiger gibt sich kurz nach seinem ersten Einrücken als Schweizer Nationalspieler durchaus selbstbewusst. Der Trainerwechsel bietet talentierten Jungen wie ihm die ideale Chance, sich für die Nati aufzudrängen.

In der Serie A angekommen

Widmer hat mit starken Auftritten in der Serie A auf sich aufmerksam gemacht. Seine Leistungen blieben Vladimir Petkovic, der bis zum Jahreswechsel bei Lazio Rom an der Seitenlinie stand, nicht verborgen. Widmer hatte im vergangenen Sommer früh den Sprung ins Ausland gewagt. Die Rechnung ging auf: Der Schweizer stand für Udinese in 21 Pflichtspielen auf dem Platz. Auch in der gerade begonnenen Saison spielte er in Cup und Meisterschaft durch.

«Es läuft derzeit gut, und natürlich hoffe ich, dass dies so weitergeht», kommentiert Widmer seine eigenen Leistungen. Das Aufgebot für die Nati sei dennoch überraschend gekommen, gibt der Verteidiger zu. Entsprechend lautet sein Minimalziel: «Ich will meine Nominierung rechtfertigen.»

Entzündung in schlechtem Moment

Mit Loris Benito fuhr ein U21-Nati-Weggefährte von Widmer ebenfalls zum ersten Mal in Feusisberg vor. «Hier einzuparken erfüllt mich mit grossem Stolz», freute sich der 22-Jährige.

Im Gegensatz zu Widmer ist Benito erst auf dem Sprung ins Ausland. Er verliess den FCZ in Richtung Lissabon. Bei Benfica stand er in den Vorbereitungsspielen meist auf dem Platz, zog sich dann aber eine Entzündung am Fuss zu und verpasste den Saisonstart. «Seit einer Woche kann ich wieder normal trainieren, ich bin guter Dinge», gibt er sich zuversichtlich.

Benaglios Rücktritt als Chance für Hitz

Fast schon ein Routinier ist im Vergleich zu den beiden Youngsters der aufgebotene Goalie Marwin Hitz. Der 26-Jährige ist seit 2008 in Deutschland aktiv, stand bei Wolfsburg aber im Schatten von Diego Benaglio. 2013 wechselte er zu Augsburg. Der Nati-Rücktritt der unbestrittenen Nummer 1 ist seine Chance.

«Ich will mich zeigen und meinen Teil zum Erfolg beitragen. Welche genau meine Rolle ist, wird sich weisen», meinte Hitz bescheiden und gleichzeitig ambitioniert.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin vom 1.9.2014, 18:45 Uhr.