Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Stimmen zum St. Galler Triumph «Unglaublich», «riesig stolz» und «einfach eine geile Truppe»

Die Freude bei den FCSG-Akteuren über den langersehnten Cupsieg ist gross. Auch Erleichterung ist zu spüren.

Nach den Final-Niederlagen 2021 und 2022 hat es für St. Gallen im dritten Anlauf geklappt mit dem ersehnten Cupsieg. Die Erleichterung und die pure Freude war bei den Protagonisten nach dem Spiel regelreicht greifbar. Nicht zuletzt bei Captain Lukas Görtler: «Es ist unglaublich. Ich war schon zweimal hier, und am Ende war ich den Tränen jeweils nahe.»

Am Pfingstsonntag habe es heuer nun so kommen gemusst. «Ich wollte es unbedingt. Die ganze Region hat diesen Titel so verdient.» Man sei klar die bessere Mannschaft gewesen und habe auch nach der roten Karte gegen Cup-Goalie Lukas Watkowiak wieder einen Weg gefunden.

Finals spielt man nicht. Finals gewinnt man.
Autor: Enrico Maassen Trainer FC St. Gallen

«Einfach eine geile Truppe»

Der 30-jährige Schlussmann war in der 44. Minute für eine Notbremse vom Platz gestellt worden. «In der Pause kamen alle zu mir und sagten, sie ziehen es jetzt für mich durch», sagte Watkowiak im Interview nach dem Spiel: «Sie haben gesagt: ‹Du hast uns im Penaltyschiessen zweimal den Arsch gerettet, jetzt retten wir dir den Arsch.› Wir sind einfach eine geile Truppe.»

Den Charakter der Mannschaft sprach auch Trainer Enrico Maassen an: «Wir waren in dieser Saison in Lausanne schon einmal in Unterzahl war und das Spiel trotzdem durchgezogen.» Die Partie sei irgendwie ein Sinnbild der ganzen Saison.

Gänsehaut bei Maassen

Man habe besonders in der ersten halben Stunde dominiert. Dann sei es durch Watkowiaks Platzverweis unerwartet schwierig geworden: «Aber die Mannschaft stand zusammen und am Ende haben wir es durchgezogen. Ich bin sehr glücklich.»

Auch die Atmosphäre wollte der 42-Jährige nicht ungeachtet lassen: «Ich hatte heute mehrmals Gänsehaut, vor, während und nach dem Spiel.» Er wisse, was dieser Titel allen Beteiligten bedeute. Es sei zwar nicht immer schön gewesen, aber: «Finals spielt man nicht. Finals gewinnt man.»

Hüppi den Tränen nahe – nach schwieriger Zeit

Für Matthias Hüppi ist der Cupsieg die vorläufige Krönung seiner seit 2018 dauernden Präsidentschaft. Der 68-Jährige war nach Spielende sichtlich emotional, der Titel ging ihm nahe. Hüppi verspürte speziell Dankbarkeit: «Dieser Cuptitel war eine riesige Sehnsucht aller, die hier im Stadion sind, aber auch derer, die das Spiel zu Tausenden in St. Gallen verfolgt haben.»

Das sei das grösste Kompliment, das man für die Arbeit bekommen könne. «Es waren ultraharte Wochen und Monate für mich. Beim FC St. Gallen ist nicht alles immer nur ‹Planet der Seligen›.» Es gebe innerhalb des Klubs aktuell Tendenzen, die er in dieser Form nicht akzeptieren wolle. Als Präsident sei es seine Aufgabe, Schaden vom Klub fernzuhalten. «Es ist unvorstellbar, dass in der besten Phase der Geschichte dieses Klubs nicht alle geschlossen dahinterstehen.»

Weiter ausführen wollte er die Thematik nicht. Er sei jedenfalls «riesig stolz» auf den FC St. Gallen, dass man auch schwierige Zeiten gemeinsam überstehen könne: «Ich weiss, was das den Menschen bedeutet. Zusammen sind wir richtig gut.»

SRF zwei, sportlive, 24.5.2026, 13:30 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel