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Super League Andy Rihs: «Wir haben uns ins mediale Offside gestellt»

Nach einer turbulenten Woche bei den Young Boys haben die Investoren Auskunft gegeben. Hansueli und Andy Rihs entschuldigten sich für gemachte Fehler auf der Kommunikationsebene und platzierten einen Aufruf bei solventen Bernern.

Andy un Hansueli Rihs posieren auf der YB-Tribüne.
Legende: Ein Bekenntnis zu YB Das Brüderpaar Andy (links) und Hansueli Rihs bildet weiterhin das finanziell starke Rückgrat. Keystone

Nicht auf dem Rasen, aber in der Führungsetage haben sich vergangene Woche die Ereignisse bei YB überstürzt. Die am Dienstag publik gemachte Trennung von CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel sorgte für mächtig Wirbel im gesamten Umfeld – dies 2 Tage vor der Ouvertüre zur Europa League. Am Freitag kam es mit dem Ausscheiden von Urs Siegenthaler aus dem Verwaltungsrat zum erneuten Eklat.

Bei einem Mediengespräch im Stadion de Suisse waren am Montagvormittag Hansueli und Andy Rihs, seit 2008 die Investoren im Hintergrund, bemüht, die Wogen zu glätten. Immerhin: Das Brüderpaar verkündete keine neue Hiobsbotschaft. Stattdessen waren dies die wichtigsten Botschaften der beiden:

Legende: Video «Wir waren zu nachlässig» abspielen. Laufzeit 2:09 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.09.2016.
  • Fehler wurden eingeräumt: Andy Rihs entschuldigte sich aufrichtig dafür, dass der Klub keine Medienkonferenz einberufen hatte, um über die gewichtigen Personalentscheide zu informieren. Er nannte dies einen «Kommunikations-GAU», der sich auf gar keinen Fall wiederholen dürfe. «Denn damit haben wir uns ins mediale Offside gespielt.» Der 73-Jährige sprach von einem Tsunami, der in der Folge über die Hauptstadt gefegt sei.
  • Die sportlichen Ambitionen: Andy Rihs verlangte, dass das Fanionteam «sportlich keinen Schaden davontragen» dürfe. So bestätigte er zwar die neue Strategie mit verstärkten Bemühungen im Nachwuchsbereich. Er versicherte aber ebenso: «Wir bleiben auf jeden Fall ehrgeizig!»

Legende: Video «Berner Lösung als Ziel» abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.09.2016.
  • Zukunftspläne: Im Gegensatz zum Slogan «YB forever» machten die beiden Geldgeber klar, dass ihr Engagement nicht für «forever» gelte. Ihre Wunschvorstellung wäre ein Berner Modell. «Am schönsten wäre es, wenn sich eines Tages eine Berner Gruppierung zusammenraufen würde. Fremde Einflüsse streben wir nicht an», führte Hansueli Rihs aus. Darum betont er mit Blick auf die Nachfolgeregelung: «Wir werden nichts überstürzen.»

Legende: Video «Der Entscheid fiel vor drei Monaten» abspielen. Laufzeit 1:22 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.09.2016.
  • Bickels lange geplanter Abgang: Erstaunlicherweise klärte Andy Rihs auf, dass man sich im Zug der geplanten Restrukturierung schon vor 3 Monaten darauf geeinigt habe, die Zusammenarbeit mit Fredy Bickel zu beenden. Dem Ex-Sportchef wird in erster Linie mangelnde Wirtschaftlichkeit vorgeworfen.

Sendebezug: Laufende Fussball-Berichterstattung

4 Kommentare

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  • Kommentar von Christof Obrecht (Christof Obrecht)
    Für irgendetwas hat man einen medienverantwortlichen und dieser hätte den beiden Herren Rihs von einer Medien Konferenz abraten sollen. Das ist ja ein rihs(en) Affentheater und an Peinlichkeit kaum zu überbieten.
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Das FOLGENDE ist mein PERSÖNLICHES Gefühl, und muss nicht den Tatsachen entsprechen. Was die Artikulation der Beiden angeht, für mich ein kaum verständliches "Gebrabbel". Die "Rhis-Brothers" haben Geld und unterstützen YB... doch Geld scheint nicht alles zu sein. Diese Pressekonferenz wirkte auf mich unvorbereitet, so gesehen ein weiterer Akt welcher meiner Meinung nach zeigt, WARUM YB nicht dort ist wo es eigentlich hingehören würde. Sprich: Ein ernsthafter Konkurrent des FC Basels zu sein.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    jetzt wird's einfach nur noch Peinlich! Wenn man das schon lange geplant hat, dann sollte man bei der eigentlichen Entlassung wenigstens einen neuen Sportchef vorweisen, solche Dilettanten, wie konnten solche einen Weltkonzern führen?
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    1. Antwort von Peter Treichler (fernleser)
      Wer Fehler macht, muss nicht gleich als Dilettant betitelt werden. ...und Erklärungen zum ersten Teil Ihrer Aussage haben die Gebrüder Rhis ja auch gegeben, sprich: Die Entlassung - so habe ich es verstanden - wurde kommuniziert, bevor sie eigentlich hätte kommuniziert werden sollen. Schlicht einfach zum falschen Zeitpunkt.
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