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Super League Basler Fans stürmen den Rasen, um «Bärni» Adieu zu sagen

Das letzte Saisonspiel im St. Jakob-Park stand im Zeichen des Abschieds. In der 73. Minute nutzen die Basler Anhänger den Rasen als Bühne, um dem scheidenden Präsidenten Bernhard Heusler zu danken.

Legende: Video Der Basler Platzsturm – eine Aktion für Heusler abspielen. Laufzeit 03:52 Minuten.
Aus sportlive vom 02.06.2017.

Mitten in der Partie zwischen Meister Basel und St. Gallen ist es zu einem Fanaufmarsch gekommen. Die skurille Szene, als plötzlich Hunderte von Fans aus der Muttenzer Kurve den Rasen stürmten, ereignete sich in der 73. Minute. Der Match musste deswegen wegen knapp 5 Minuten unterbrochen werden.

Es war eine unerwartete, aber äusserst gesittete Aktion des FCB-Anhangs. Er huldigte damit die Arbeit des abtretenden Präsidenten Bernhard Heusler, der in seinen fünfeinhalb Jahren Amtszeit an der Klubspitze 6 Meistertitel am Rheinknie einheimste.

Wenn Menschen völlig gewaltfrei ihre Freude zum Ausdruck bringen, muss so etwas auch mal Platz haben.
Autor: Bernhard Heusler

«Chapeau Bärni!» stand auf dem Transparent, das die Fans bei ihrer Manifestation über das Feld trugen. Der Adressat dieser Geste zeigte sich sichtlich gerührt. Er schwenkte selbst eine FCB-Fahne und konnte so die Masse wieder zum Rückzug bewegen.

Legende: Video Heusler: «Kurz stand mein Herz still» abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
Aus sportlive vom 02.06.2017.

Emotional, aber völlig friedlich

Im ersten Moment sei sein Herz kurz still gestanden, sagte der 53-Jährige hinterher. «Ich wusste von Nichts. Aber ich hatte keine Sekunde Angst, weil alles friedlich zuging und es zu keinem Zeitpunkt Anzeichen gab, dass etwas eskalieren würde.»

Heusler betonte, dass der Rasen eigentlich heilig sei. «Aber wenn Menschen völlig gewaltfrei ihre Freude zum Ausdruck bringen, muss so etwas auch mal Platz haben.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 02.06.2017 20:10 Uhr

31 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Kellerhals (Daniel Kellerhals)
    Als Schiedsrichter hätte ich das Spiel abgepfiffen und als ungültig erklärt. Was meinen die Basler "Fans" eigentlich wer sie sind? Es gilt für alle dasselbe Recht. Ein schwacher Abgang, Herr Heusler.
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    1. Antwort von Daniel Unedan (D. Unedan)
      Und dann hätten Sie nie mehr ein Spiel in der Super Leauge gepfiffen. Der Schiri wird im Auftrag der Vereine gestellt, damit diese ihrem Hobby fröhnen können. Das etwas mit Spass und Freude zu tun! Der Schiri ist also als Dienstleister zu betrachten und nicht als Oberschullehrer, der jede Vorschrift durchsetzt, obwohl er denn Sinn nicht vertsanden hat... Diese Aktion ist beste Werbung für den Schweizer Fussball, den Verband, kompetente Schiris und für die Basler Fans.
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  • Kommentar von Roman Lutz (Romi)
    Lieber Hr. Weber, kennen Sie denn Hr. Heusler persönlich, dass Sie Ihn "Bärni" nennen? Nein, sowas darf keinen Platz finden in meinen Augen, auch wenn es friedlich abgelaufen ist. Sie verwechseln da glaub ich Anstand und Respekt gegenüber dem Gegner und Neid. Und von einer Legende kann man bei Hr. Heusler nun wirklich nicht sprechen. Bei Roger Federer ist es ein bisschen anders. Er hat bei weitem mehr erreicht als der FCB-Präsident.
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    1. Antwort von Peter Martins (PMT)
      Wo soll man hier beginnen, Hr. Lutz? 1. Der Kontrast zwischen FCB und FCZ und zwischen FCB und YB und der andauernde Erfolg trotz wenig Trainerkontinuität zeigen, was eine kompetente Klubführung ausmachen kann. Fakt ist, dass unter Heusler der FCB die bisher erfolgreichste Ära der Klubgeschichte hinter sich hat (die Abgänge weisen darauf hin, dass sich dies nicht wiederholen wird in naher Zukunft). Natürlich ist Heusler als Kopf des Klubs und wegen seiner Beliebtheit bei den Fans eine Legende.
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    2. Antwort von Peter Martins (PMT)
      2. Ihr Vergleich mit Roger hinkt – zwischen Einzelsportler und Vereinspräsidenten eines Mannschaftssports? Rein sportlich hat der FCB unter Heusler die Ausbeute an Trophäen bei teilgenommenen 'Turnieren' von 42% (in der CH sogar 63!). Bei Roger sind es (stolze!) 32%. Der Vergleich ist dennoch absolut unsinnig. 3. Hören Sie doch auf mit Respekt dem Gegner gegenüber. Bei der traurigen Schweizer Fankultur (SG vs Streller, BS vs Hoarau) kann keine Fangruppe von sich behaupten, respektvoll zu sein.
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    3. Antwort von Peter Martins (PMT)
      4. Entschuldigen Sie bitte, dass ich mir die Frechheit nahm, Roger zu sagen – ich kenne ihn leider nicht persönlich (was für ein Nicht-Argument!), aber es braucht weniger Zeichen als Federer ;-)
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  • Kommentar von Marc Weber (Remind)
    Wie es "Bärni" schon sagt: « Wenn Menschen völlig gewaltfrei ihre Freude zum Ausdruck bringen, muss so etwas auch mal Platz haben. ». Es war ein grosses Dankeschön der Fans an ihn. Das Spiel musste ja nur 5 min unterbrochen werden, war völlig gewaltfrei. Wenn andere damit Probleme haben, spricht eher der Neid aus Ihnen. Ich glaube viele Fans von anderen Clubs fänden es auch sehr schön, wenn ihre Legenden so verabschiedet werden würden...
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