Der FCL sieht wieder Land

Mitte September haben die Young Boys den FC Luzern ans Tabellenende verbannt. Ausgerechnet gegen YB bietet sich dem Team von Markus Babbel am Mittwoch im Nachholspiel nun die Chance, die Rote Laterne endlich wieder abzugeben.

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Neue Zuversicht beim FCL

1:20 min, vom 2.12.2014

Nach 13 Runden war der Rückstand des FC Luzern auf den Tabellen-Neunten bereits auf 5 Punkte angewachsen. Der erste Sieg in der laufenden Meisterschaft (3:2 gegen den FCZ) vor einem Monat konnte die Situation etwas entschärfen.

Am Samstag folgte das nächste Erfolgserlebnis – ein 3:0-Sieg in Aarau. Auffällig dabei war, wie souverän, abgeklärt und durchaus leidenschaftlich die Innerschweizer aufgetreten sind. Damit liegt der Klub nun wieder auf Schlagdistanz zu den Nicht-Abstiegsplätzen. Das Polster der punktgleichen Sion und Vaduz beträgt noch 2 Zähler.

Nach Anlaufzeit im Aufwind

Dem vor 50 Tagen geholten Trainer Markus Babbel gefiel vor allem «die Art und Weise, wie wir in Aarau bestehen konnten». Seine Mannschaft habe dem Druck standgehalten und die Wirren von Nebenschauplätzen ausgeblendet. Geradezu höchst lobende Worte hatte der 42-Jährige dafür: «Dass wir uns, angefangen von der Defensive übers Mittelfeld bis zum Sturm, als wahre Einheit präsentiert haben.»

Markus Babbel hat ein Lächeln auf seinem Gesicht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Markus Babbel Sitzt allmählich wieder mit etwas entspannterer Miene an der Seitenlinie. Keystone

Nach etwas Anlaufzeit hat Babbel den Luzernern also die erhofften Perspektiven zurückgebracht. Und diese werden bis zur Winterpause womöglich noch besser. Denn in der Nachtragspartie am Mittwoch gegen die Young Boys könnte sich der FCL erstmals seit der 8. Runde wieder vom Tabellenende weghieven.

Die Sehnsucht der Fans

Die Mannschaft tritt in Bestbesetzung und mit neu gewonnener Zuversicht zum Härtetest an. Vielleicht bestärken sie gegen die Berner zusätzliche Revanchegelüste. Denn ausgerechnet nach der 2:3-Niederlage gegen YB hatten die Luzerner die Rote Laterne gefasst, die sie nun seit zweieinhalb Monaten nicht mehr los geworden sind.

Babbel stuft das formstarke YB als brandgefährlich ein. Aber Hoffnung schöpft er aus dieser Erkenntnis: «Es handelt sich dabei um einen Gegner, der mitspielen wird. Das ist besser als auf ein Team zu treffen, das zu zehnt verteidigt.»

Schliesslich kämpft der FCL auch darum, beim eigenen Anhang Goodwill zurückzugewinnen. Denn auf den ersten Heimsieg in dieser Meisterschaft warten die Fans noch immer.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 29.11.14 22:05 Uhr

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