Eine neue Bescheidenheit in der Super League

An der Transferfront der Super League ist es in der Winterpause ungewohnt ruhig geblieben. Im Vergleich zur Meisterschaft 2015/16 ist mit 46 Mutationen bei 10 Klubs nur halb so viel Personal ausgewechselt worden. Unser Audio-Beitrag ergründet das neue Phänomen.

Zwei SRF-Fussballexperten, zwei Meinungen. Mario Eggimann und Benjamin Huggel haben für das Radio kurz vor dem Rückrunden-Start analysiert, weshalb plötzlich so wenig Bewegung am Transfermarkt geherrscht hat. Ihre Kernaussagen:

  • Mario Eggimann: «Es kann damit zusammenhängen, dass unüblich viele Mannschaften im Abstiegskampf stecken.» Das heisst, eine Verstärkung muss ohne Vorlaufzeit sofort funktionieren. «Zudem ist es für einen Klub heikel, sich auf ein Experiment einzulassen, wenn nicht klar ist, in welcher Liga er künftig spielt. Kommt dazu, dass Qualität ihren Preis hat.»
  • Benjamin Huggel: «Der Transfermarkt, das ganze Fussballbusiness überhaupt sind transparenter geworden. Entsprechend ist es heutzutage enorm schwierig, ein Spieler zu holen, der einem wirklich weiterhilft. Wechsel in der Winterpause suggerieren, dass ein Akteur auf der schnellen Suche nach etwas Neuem war.»

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Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 03.02.2017 18:45 Uhr