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Super League FCZ: Absteiger in guter Gesellschaft

Alle 5 Schweizer Grossklubs haben den Fall in die Zweitklassigkeit schon erlebt. Einige vor nicht allzulanger Zeit.

  • 1. FC Zürich: Forte wie Konietzka

    26 Jahre war der FCZ in der höchsten Liga dabei. Nun hat es den 12-fachen Meister zum insgesamt 5. Mal erwischt. Letztmals stiegen die Stadtzürcher 1988 unter Trainer Timo Konietzka ab. 1934, 1946 und 1957 waren die anderen Abstiegsjahre. Am längsten in der zweithöchsten Liga darbte der FCZ während 7 Jahren zwischen 1934 und 1941.

  • 2. GC: Ein einziger Abstieg – mit einer Legende

    1909 zog sich GC für 7 Jahre aus der Meisterschaft zurück, weil kein Terrain zur Verfügung stand. Sportlich stieg der Rekordmeister nur einmal in seiner Geschichte ab: Ausgerechnet mit dem legendären Alfred «Fredy» Bickel im Kader stürzten die Zürcher 1949 in die Zweitklassigkeit. Zwei Jahre später gelang unter Willy Treml der Wiederaufstieg. Damit ist GC mit inzwischen 65 Jahren der Klub mit der längsten ununterbrochenen Zugehörigkeit zur SL bzw. NLA. Wie ein Abstieg fühlte sich allerdings die Saison 1991/92 an, als der Topfavorit mit Stars wie Giovane Elber, Ciriaco Sforza und Alain Sutter in die Abstiegsrunde musste.

  • 3. FC Basel: Serienmeister mit 6 schwarzen Jahren

    3 Abstiege hat der grosse FCB hinter sich. Während jene von 1939 und 1945 unter anderem mit den Kriegswirren zu tun hatten, hatte der Fall in die NLB 1988 unter dem heutigen DFB-Spielbeobachter Urs Siegenthaler und mit Nati-Stürmer Adrian Knup im Kader gravierende Folgen: 6 Saisons lang mühten sich die Basler in der Zweitklassigkeit. Der Zwangsabstieg in die Amateurliga aus finanziellen Gründen konnte nur knapp vermieden werden. Erst 1994 unter Didi Andrey gelang die Rückkehr ins Oberhaus.

  • 4. YB: Als die Berner eine Liftmannschaft waren

    In den 1990er Jahren gerieten die Young Boys in eine Krise. Der Traditionsklub dümpelte in den Niederungen der NLA herum und stieg 1997 erstmals nach 1947 in die NLB ab. Zwar gelang ein Jahr später der sofortige Wiederaufstieg, doch man hielt sich nur eine Saison oben. 1999 stieg YB unter Trainer Claude Ryf zum bislang letzten Mal ab. Im Jahr 2000 drohte gar der Fall in die 1. Liga. Mit dem Duo Fredy Bickel (Sportchef) und Marco Schällibaum (Trainer) stieg YB 2001 wieder in die höchste Liga auf.

  • 5. Servette: Der Fall unter dubiosen Investoren

    Bis 2004 war Servette das einzige Team, das immer der höchsten Liga angehörte. Doch unter Marc Roger, der Jahre später der ungetreuen Geschäftsführung schuldig gesprochen wurde, überschuldete sich der 17-fache Meister und ging Konkurs. 6 Jahre dauerte der Weg von der 1. Liga zurück in die oberste Spieklasse. In der Super League hielt sich Servette aber nur von 2011 bis 2013, unter anderem wegen Misswirtschaft unter Präsident Majid Pishyar. Unter Hugh Quennec kam es 2015 zum 3. finanziellen Debakel binnen kurzer Zeit. Servette wurde in die Promotion League zwangsrelegiert. Immerhin: Nächste Saison spielen die «Grenats» zweitklassig.

8 Kommentare

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  • Kommentar von franco caroselli , innertkirchen
    Das Absteigen gewisser Grossklubs wie dazumal Basel, Luzern oder nun Zürich hat gewisse Vorteile für viele. Die Polizei und Security müssen jetzt nicht immer bei jedem Heimspiel GC' oder FCZ wegen paar Idioten anwesend sein und Familie oder Abend opfern. Man kann wieder vermehrt die Abende in Zürich geniessen ohne das Krawall gemacht wird. War auch in Basel und Luzern's Zeiten so. Für viele Mitleidende in der NLA vor und nach den Spielen ein Fluch, jedoch in der NLB ein Segen.
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  • Kommentar von Alberto da Vinci , Pratteln
    Challange League heißt gleichzeitig auch Halbprofi. Sind gewisse FCZ Spieler schon auf Teilzeitjobs suche? Ich würde gewissen Spieler nur Leistungsbezogene Verträge anbieten. Sieg, Aufstiegs,Cup und evtl. EL Prämien. Keine Leistung kein Gehalt. Mal schauen wer bleiben darf und wer Charakter zeigt und bleibt.
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    1. Antwort von Ren Bolt , Wettingen
      Die Spieler haben übrigens keine Abstiegsklausel in ihren Verträgen. Es gibt auch nur eine handvoll interessanter Spieler im FCZ-Kader: Ich denke, Buff und Bua wollen weg. Grgic und Brunner kann man vielleicht noch halten. Ansonsten können alle gehen. Leider wird niemand mit Verstand einen Chiumiento oder einen Cabral kaufen und so bleiben wir wohl auf den faulen Eiern sitzen. Wichtiger ist aber, dass der Verantwortliche für diesen Zustand geht.
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  • Kommentar von Lars Brandenburg , Basel
    Bi uns zBasel isch das jo friener scho eh Volksfescht xi Sehr schöns Video Traditions Lieder Volk heds verdient de bescht Clup sy Und me hilft jo au de Schwiz indäme spieler usbilded oder Eh Gashi oder im Fischer ai die chance gäbe nid Top stars miend hole Ab und zue mol eh schnäppli FCZ kei ahnig was ihr gmacht händ
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    1. Antwort von Marco Steimle , Zürich
      Kei Ahnig, warum usgrächnet de gröschti Schnurri in Züri de Klub hät müese überneh. Aber simmer ehrlich, de Favre isch en eimalige Glücksgriff gsi. Spiel FCB FCZ sind scho länger rächt eisitig worde. Mier isch de Abstieg nach 10 Jahr Canepa rächt, wenn er defür jetzt de Huet nimmt. So eine wünsch ich echt keim Fuessballfan as Bei.
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