«Hire and Fire» - Beispielloser Trainerverschleiss in der Schweiz

Mit Ryszard Komornicki (Luzern) und Martin Rueda (YB) wurden in dieser Saison bereits die Trainer Nummer 10 und 11 gefeuert. Ein Blick in die grossen europäischen Ligen zeigt: Einzig die italienische Serie A kann in dieser Beziehung mit der Super League mithalten.

Wie gross der Trainerverschleiss hierzulande ist, unterstreicht diese Tatsache: Einzig bei GC (Uli Forte), St. Gallen (Jeff Saibene) und Lausanne (Laurent Roussey) steht noch derselbe Übungsleiter an der Seitenlinie wie zu Beginn der Saison. Ausserdem ist FCSG-Coach Jeff Saibene der einzige Coach, der sein Team bereits in der vergangenen Saison trainiert hatte. Der Luxemburger ist seit 2 Jahren im Amt und damit der dienstälteste Trainer in der Super League.

«Dinos» in anderen Ligen

Zum Vergleich: In Deutschland coacht Thomas Schaaf Werder Bremen seit über 13 Jahren, in England leitet Sir Alex Ferguson die Geschicke von Manchester United gar seit über 26 Jahren. Auch in der Ligue 1 sitzt mit Christian Gourcuff bei Lorient seit einem Jahrzehnt ein Chefcoach fest im Sattel.

Palermo bereits mit 5. Trainer

Eine ähnliche «Hire and Fire»-Mentalität wie in der Schweiz gibt es in den grossen Ligen sonst nur noch in Italien. In der laufenden Spielzeit kam es in der Serie A bereits zu 12 Trainerwechseln. Dabei ist Palermo - gewissermassen das italienische Pendant zu Sion - bereits beim 5. Trainer angelangt.

Trainerentlassungen in Europa Saison 2012/13

LigaAnzahl TeamsAnzahl Entlassungen
Serie A2012
Super League1011
Primera Division208
Premier League205
Bundesliga185
Ligue 1204