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Seit 11 Liga-Spielen sieglos Was ist nur mit dem FC Luzern los?

Der Cupsieger kommt in der Super League einfach nicht in die Gänge. Langsam aber sicher macht sich Verzweiflung breit.

Fabio Celestini.
Legende: Steckt mit seinem Team in der Krise Fabio Celestini. Freshfocus

Bei Luzern ist definitiv der Wurm drin. Anders kann man es sich kaum erklären, dass der Klub, welcher vor Saisonbeginn noch als einer der Transfersieger galt, nach 8 Spieltagen mit 4 von möglichen 24 Punkten auf dem vorletzten Platz in der Super League liegt.

Identität verloren

Noch vor 3 Monaten herrschte in der Innerschweiz nach dem Cupsieg Ekstase. Diese weicht nun immer mehr Ernüchterung, ja sogar Ratlosigkeit. FCL-Trainer Fabio Celestini sagte im Vorfeld der 2:3-Niederlage gegen Lugano am Sonntag gegenüber dem Blick, er habe seine Mannschaft «etwas verloren».

Gemeint habe er damit, dass sich seine Equipe nach einer guten Vorbereitung und einem ansprechenden Saisonauftakt (3:4 gegen YB) negativ entwickelt hat. «Das ist nicht mehr unser FCL», präzisierte Celestini gegenüber SRF Sport. Obschon sich der 45-Jährige mit dieser Aussage kaum auf die Personalsorgen bezieht, dürften die Absenzen mitverantwortlich für die gegenwärtige Misere beim FCL sein.

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SRF-Kommentator Köng nennt mögliche Gründe für FCL-Krise
Aus Sport-Clip vom 27.09.2021.
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Fehlende Leader

Speziell das Fehlen von Stürmer Pascal Schürpf und Stammgoalie Marius Müller macht Luzern zu schaffen, zumal unklar scheint, wann das Duo wieder wettkampffähig ist. Schürpf verletzte sich im Auftaktspiel gegen YB, in dem er 2 Tore erzielt hatte, am Knie und musste seither pausieren. Müller klagt ebenfalls seit besagter Spektakel-Partie gegen den Meister über Adduktorenbeschwerden. Zwar wagte der deutsche Schlussmann vor 2 Wochen gegen GC (1:1) ein Comeback. Die nächsten beiden Spiele liess Müller aber wieder aus.

Aufgrund der Absenzen von Schürpf und Müller fehlt Luzern aktuell nicht nur eine gehörige Portion fussballerische Qualität. Es besteht auch ein Mangel an Leadership. Selbst die beiden erfahrenen Neuzugänge Holger Badstuber und Christian Gentner können die weggebrochenen Führungsqualitäten eines Schürpfs oder Müllers (noch) nicht kompensieren. Dazu kommt, dass mit David Zibung und Christian Schwegler im Sommer 2 Charakterköpfe zürückgetreten sind.

Wie fest sitzt Celestini im Sattel?

Wer Gründe für die Luzerner Baisse sucht, der findet sie auch. Und doch muss Celestini seine «verlorene» Mannschaft schnellstmöglich wieder «finden». Gelingt ihm das nicht, dürfte auch der verdientermassen hohe Kredit des Lausanners früher oder später aufgebraucht sein.

11 Partien de suite ist Luzern in der Super League mittlerweile sieglos. Eine so lange Durststrecke erlebten die Innerschweizer zuletzt 2014. Damals musste Trainer Carlos Bernegger nach der 11. Partie ohne Dreier seinen Posten räumen. Einfacher wird es für den FCL nicht: Die nächsten beiden Liga-Gegner heissen Basel und YB.

Video
Archiv: Luzern verliert zuhause gegen Lugano
Aus Sport-Clip vom 26.09.2021.
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SRF zwei, Super League - Goool, 26.09.2021, 19:00 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Praktisch die Gleiche Mannschaft wie beim Cup Sieg und jetzt geht praktisch gar nichts mehr?
    Ganz offensichtlich müssen sich die "Spieler hinterfragen" warum sie keine SL taugliche Leistung bringen?
  • Kommentar von Frank Furrer  (F. Furrer)
    Siehe FCSG - die haben ganze 2 Punkte mehr. Die spielen gut, haben nicht so ein krasses Manko an indiv. Fehlern in der Defensive wie der FCL - aber gleichwohl läufts nicht. SG ist vorne nicht effizient und schon bist du in einer Ausbildungsliga, bei der Rang 3-10 über eine Saison hinweg alle auf sehr ähnlichem Niveau sind, nahe am Tabellenende.
    Dieses Jahr wird eine grosser Name absteigen, so oder so, kein Thun, Vaduz, Aarau oder Schaffhausen in der NLA.
  • Kommentar von Frank Furrer  (F. Furrer)
    So viele verletzte Führungssp. kann kein Club ausser YB (z.B. Lustenberger!) und ggf. Basel verkraften, auch FCZ nicht, siehe die letzten Jahre
    Rang 3-10 kann jeder jeden schlagen über die Saison, 2021 wird zwangsw. ein Traditionsclub abst. müssen, kein Vaduz etc.
    Fast alle Sp. live ges., das Ballspiel ist überdurchschn., die meist. Tore gehen auf ind. Fehler oft der Innenvert. zurück...und im Mittelfeld fehlt Schürpf, der die Bälle gef. verteilen kann, einzig Ugrinic der Zug aufs Tor bringt.