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Super League SFL überprüft Liga-Modus – Was würden Sie ändern?

Die Swiss Football League (SFL) will die Struktur der beiden höchsten Ligen und deren Spielmodus in den kommenden Monaten intensiv überprüfen.

Szene aus St. Gallen - Lugano
Legende: Szene aus St. Gallen - Lugano Imago

Die Super League besteht seit 14 Jahren aus 10 Teams, die Challenge League seit 5 Jahren. Nach Einschätzung der SFL hat diese Struktur dazu beigetragen, «die sportliche Qualität des Schweizer Spitzenfussballs zu verbessern».

«Attraktiv für Zuschauer und Sponsoren»

Die Liga will aber auch dafür sorgen, dass «die Wettbewerbe insbesondere für Zuschauer und Sponsoren möglichst attraktiv» sind und «den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechen».

Hintergrund für die Überlegungen könnten die Langeweile im Titelkampf durch die Dominanz des FC Basel und diverse Klub-Konkurse in den letzten Jahren sein.

Der Prüfprozess soll rund sechs Monate dauern. In dieser Zeit werden Daten analysiert und Interessensgruppen angehört. Dann soll entschieden werden, ob der Status quo beibehalten soll oder den Klubs Änderungen vorgeschlagen werden.

Was denken Sie? Wir sprechen einige Themen in folgenden Umfragen an. Sie können auch über die Kommentarfunktion mitdiskutieren.

Aufstockung: Pro und Contra

Mehr Teams brächten mehr Abwechslung für die Fans. Bisherigen «Lift»-Mannschaften wird eine Perspektive für einen mittelfristigen Verbleib in der höchsten Liga geboten.

Gegen eine Aufstockung spricht das wachsende Gefälle zwischen den besten und schlechtesten Teams. Ausserdem müssten mehr Klubs ein höheres Budget stemmen.

Modus-Änderung: Pro und Contra

Denkbar ist etwa die Rückkehr zu einer Finalrunde im Frühjahr (ev. mit halbierter Punktzahl). Oder sogar die Einführung von Playoffs wie in der Major League Soccer. Dies würde den Titelkampf spannender machen.

Dagegen sprechen sportliche Überlegungen: Soll ein Team bestraft werden, das im Herbst gross aufspielt?

Geschlossene Liga: Pro und Contra

Eine geschlossene Liga würde die Planungssicherheit erhöhen. Nicht (nur) die sportliche Leistung, sondern auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit würde über einen Platz in der Super League entscheiden.

Dafür müssten eintrittswillige Klubs warten, bis sie von der Liga akzeptiert würden. Klubs im Niedergang würden eventuell unnötig mitgeschleppt.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 25.2.17, 22:30 Uhr, sportpanorama, 26.2.17

Legende: Video Zu wenig spannend? Basel marschiert dem nächsten Titel entgegen abspielen. Laufzeit 5:34 Minuten.
Aus sportpanorama vom 26.02.2017.

22 Kommentare

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  • Kommentar von Manuel Röschli (Manuel Röschli)
    2 Ideen: 1. Aufstockung auf 14 Teams, Modus einfache Hin und Rückrunde ( 26 Meisterschaftsspiele). Um die Anzahl der Spiele zu erhöhen und an die anderen europäischen Ligen anzupassen, würde ich den Schweizer Cup revolutionieren und im Modus der Champions League einführen. 2 Idee: Alpenliga gründen, aus den Ländern Oesterreich, Kroatien und der Schweiz, je 6 Teams aus den 3 Ländern bilden die 18 Teams umfassende Alpenliga. Das Unterhaus besteht aus jeweils 10 Teams umfassende Landesligen.
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    1. Antwort von Jonathan Batt (JBatt)
      Die Alpenliga ist ein schöner Traum, der aber schon letztes Jahr ausgeträumt wurde. Die erste Idee hat ihren Reiz!
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  • Kommentar von Christian Stäheli (Christian Stäheli)
    Die Super League ist in den letzten Jahren immer weniger spannend geworden. Anstelle der Traditionsvereine wie Servette, Xamax, Aarau oder Zürich sind kleinere Teams in der obersten Liga, die ihre Heimspiele teilweise vor knapp 3000 Zuschauern austragen. Auch die Qualität hat gelitten. Die A-Nati Akteure spielen allesamt im Ausland. Kaum fällt ein Spieler positiv auf, ist er auch schon im Ausland. Schade, dass vielen Vereinen das Geld fehlt. Schnelle Lösungen scheinen nicht in Sicht.
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  • Kommentar von Niklas Herth (niklaedn)
    Salary Cap (wie in der NBA) Die kleinen Clubs sind hier wohl nicht tangiert, aber Basel kann dann nicht jedem Millionen hinterherwerfen. Zudem wäre dies ein Anreiz mehr auf die Jugend zu setzen. Wenn mann dann in paar Jahren eine "gesunde" Liga hat, kann das Cap wieder aufgelöst werden. Aber so macht es keinen Sinn (FCB zahlt einem Spieler so viel Lohn wie Thun der ganzen Mannschaft..) RSL ist eine Ausbildungsliga und nur schon wegen des begrenzten Publikums für Sponsoren nicht interessant.
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    1. Antwort von Jonathan Batt (JBatt)
      Eine Liga mit 16 Teams wäre für Sponsoren auch interessanter. Fussballerisch sind die grossen Derbys mit einer Hin- und Rückrunde viel brisanter, weil sie nur 2 x stattfinden. Die Abwechslung macht die Liga interessanter. Als Fan geht man auch gerne nach Neuenburg, Genf oder Aarau, das sind auch interessante Gegner. Es ist wie bei der EM mit 24 Teams, es würde mehr Markt erschlossen werden, die Kleinen haben die Chance mitzuspielen, mehr junge Schweizer Talente können sich präsentieren.
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