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SL-Auftakt: Luzern – Thun Bertone: Der Meistertitel als Absprungrampe

Überraschend wechselte Leonardo Bertone von Thun zu Luzern. Schon in der 1. Runde der Meisterschaft kommt es zum Wiedersehen.

Den Meisterkater hatten die Fans des FC Thun längst überstanden, als sie am 19. Juni aus dem Bett stiegen. Doch der Abend barg dann auf anderem Wege Anlass zu Kopfschmerzen bei den Supportern des FCT: Mit Leonardo Bertone verliess das Gehirn der Equipe das Meisterteam. Nicht etwa, um ein (vielleicht letztes) Auslandsabenteuer zu lancieren, nein, der 32-Jährige schloss sich Ligakonkurrent Luzern an.

Die Swiss Football League hatte dabei mit der Erstellung des Super-League-Spielplans einige Tage zuvor das rasche Wiedersehen aufgegleist: Bertone und Luzern bitten die Thuner schon am allerersten Spieltag zum Tanz. Ein spezielles Rencontre für den Berner, der aber betont, bei ihm herrsche in erster Linie Vorfreude. «Es ist sehr speziell. Die Emotionen und Freundschaften sind aber immer noch da. Der Abschied fiel schon schwer. Der Verein ist mir in all den Jahren ans Herz gewachsen», so Bertone.

Der Mittelfeld-Regisseur war beim FC Thun eine absolute Identifikationsfigur. Im Sommer 2022 war er an den Fuss des Stockhorns zurückgekehrt, nachdem er bereits in der Rückrunde der Saison 2019/20 für die Berner Oberländer gespielt hatte. In insgesamt 148 Pflichtspielen für den Klub glückten ihm 29 Tore und 15 Assists.

Auszüge von Bertones Klasse

Nach dem Meistertitel wollte er weg

In Thun hätte Bertone um den Einzug in die Champions League kämpfen können. Weshalb der Absprung bei laufendem Vertrag? «Spätestens, als der Meistertitel feststand, dachte ich, ich habe persönlich alles erreicht und will nochmal eine neue Challenge angehen.» Bei den «Leuchtenstädtern» überzeugte ihn, dass man dank der guten Ausbildung junger Spieler eine grosse Zukunft vor sich haben könnte.

In der Zentralschweiz ist Bertone laut eigener Aussage gut aufgenommen worden, was im Fussball ohnehin «relativ leicht» sei. Der Mannschaft will er dasselbe bringen, wie schon zuvor bei Thun: «Ich soll und will viel Verantwortung übernehmen, meine Qualitäten reinbringen: Energie, Mentalität, Vertikalspiel.»

Am liebsten, geht es nach dem FCL, bereits am Samstagabend – gegen Bertones alte Liebe Thun.

Mann im blauen Sporttrikot zeigt mit dem Finger.
Legende: Soll auch bei Luzern den Dirigenten machen Leonardo Bertone. Keystone/Urs Flueeler

Super League

Radio SRF 3, Abend-Bulletin, 22.07.2026, 18:45 Uhr ; 

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