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Viele Abgänge beim Meister Bei Thun fehlen auf einen Schlag 59 Skorerpunkte

Aderlass beim Meister, viel Arbeit für den Sportchef: Mit Leonardo Bertone, Ethan Meichtry, Elmin Rastoder und Kastriot Imeri verlässt eine ganze Achse den FC Thun. Bald auch Valmir Matoshi?

Collage mit Fussballspielern und Fans in roter Teamkleidung.
Legende: Sie waren Säulen auf dem Weg zum Titel – und sind jetzt weg Leonardo Bertone, Elmin Rastoder, Ethan Meichtry und Kastriot Imeri (von oben links im Uhrzeigersinn). Keystone

Und dann auch noch Ethan Meichtry: Einen Tag, nachdem bekannt geworden war, dass sich Goalgetter Elmin Rastoder aus Thun in Richtung Griechenland verabschiedet, ging das Ausdünnen des Kaders beim Meister weiter. Zuvor hatte das Überraschungsteam bereits Spielmacher Leonardo Bertone an Ligakonkurrent Luzern verloren. Trainer Mauro Lustrinelli wechselte in die Bundesliga, Leihspieler Kastriot Imeri war nicht übernommen worden.

Es sind – wieder einmal – emotional herausfordernde Tage für Thun-Fans. Wie viel vom Fundament der Meisterequipe verloren geht, sieht man, wenn man etwa die Aufstellung im Spiel der 33. Runde betrachtet. An jenem Samstagabend erstickten die Berner Oberländer die letzten St. Galler Hoffnungen auf die grosse Aufholjagd im Keim. Mit einem souveränen 3:1-Heimsieg über Basel. Meichtry, Rastoder, Bertone und Imeri standen allesamt in der Startelf.

Vier Spieler oder 59 Skorerpunkte gehen – mindestens

Mit dem Quartett verlässt die Erfahrung von nicht weniger als 136 Pflichtspielen in der letzten Saison den FCT. Auch die offensive Schlagkraft der vier Genannten war beträchtlich. Sie kommen auf 40 Tore und 19 Assists. Zur Einordnung: Thun erzielte in der gesamten Meisterschaft 80 Treffer.

Spieler Ligaspiele Tore/Assists
Ethan Meichtry 35 8/3
Elmin Rastoder 36 15/6
Leonardo Bertone 33 11/2
Kastriot Imeri 30 6/8

Folgt Matoshi Lustrinelli?

Gegen Basel wurde zudem der 22-jährige Noah Rupp eingewechselt, bei dem die Kaufoption nicht gezogen wurde. Weitere Abgänge dürften nur eine Frage der Zeit sein. Valmir Matoshi (6 Tore/4 Assists) etwa könne Lustrinelli zu Union nachfolgen, wird gemunkelt.

Die bisherigen Zugänge wie Nico Maier oder Nicolas Bürgy bergen nicht das Potenzial, die Thuner Anhängerschaft zu Freudensprüngen zu veranlassen. Sportchef Dominik Albrecht steht jede Menge Arbeit bevor.

Und doch: Wer, wenn nicht der FC Thun weiss, wie man mit einem von der Konkurrenz sträflich unterschätzten Kader überrascht …

SRF 3, Abendbulletin, 29.6.26, 22:06 Uhr ; 

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