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Wie ist der VAR bislang angekommen?
Aus sportaktuell vom 17.10.2019.
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Zwischenbilanz zum VAR Krug: «Wir sind bislang sehr zufrieden»

Nach 10 Super-League-Runden hat die Swiss Football League eine erste Zwischenbilanz zum Video Assistant Referee gezogen.

Die Einführung des Video Assistant Referees (VAR) wurde zum Start der neuen Super-League-Saison noch kritisch verfolgt. Mittlerweile hat sich das neue Tool jedoch etabliert.

Es ist grossmehrheitlich absolut positiv, was wir mit dem VAR erlebt haben.
Autor: Andy Egli

Hellmut Krug, seines Zeichens Projektleiter Schiedsrichter VAR, äusserte sich anlässlich einer Veranstaltung der Swiss Football League zum Thema positiv. «Wir sind bislang sehr zufrieden, sowohl mit den Leistungen der Schiedsrichter als auch mit den VARs», so der Deutsche.

Krug mit den meisten Entscheidungen glücklich

18 Mal hat der VAR in bislang 50 Spielen eingegriffen. «In 15 Fällen konnte die klare und offensichtlich falsche Schiedsrichter-Entscheidung korrigiert werden», so Krug. Nur mit zwei Entscheidungen sei man «wenig glücklich» gewesen. Eine Situation ist schwierig zu beurteilen.

Namentlich handelt es sich dabei um einen zurückgenommenen Penalty-Entscheid zum Saisonauftakt zwischen St. Gallen und Luzern sowie um ein Foul von Basels Kevin Bua in der 8. Runde an FCZ-Akteur Simon Sohm.

Auch SRF-Fussball-Experte Andy Egli sagt: «Es ist grossmehrheitlich absolut positiv, was wir mit dem VAR erlebt haben.» Das zeige auch die Tatsache, dass eine Polemik ausgeblieben sei.

Trotzdem gibt es Luft nach oben

Wenn auch die Bilanz nach 10 Spieltagen sehr positiv ausfällt, gibt es durchaus auch Verbesserungsmöglichkeiten. Egli spricht vom «kommunikativen Element», das eine grosse Herausforderung bleibe. «Damit meine ich vor allem, dass der Zuschauer im Stadion genau weiss, was passiert ist», so der 61-Jährige.

Das Tor für Technologie im Fussball ist aufgestossen, der VAR wird sich weiterentwickeln.
Autor: Reto HäuselmannGesamtprojektleiter VAR

Ende September hatte beispielsweise eine Szene im Spiel zwischen dem FCZ und Servette für Verwirrung gesorgt. Das Führungstor der Gäste wurde wegen Abseits aberkannt – nur war dies den Protagonisten und den Zuschauern zuerst gar nicht bewusst.

Auch was die Technologie betrifft, welche der Video Assistant Referee zur Verfügung hat, gibt es noch Entwicklungspotential. So gibt es zurzeit weder eine Goallinien-Technologie noch kalibrierte Linien, die bei der Bestimmung einer Abseitsposition helfen würden.

Österreich führt VAR 2021 ein

Ab März 2021 kommt in Österreichs höchster Liga der Videobeweis zum Einsatz. Verband und Liga gaben die Einführung des VAR für die zweite Hälfte der kommenden Saison bekannt.

Reto Häuselmann, Gesamtprojektleiter VAR, ist überzeugt, dass sich die Technologie weiterentwickeln wird. «Das Tor für Technologie im Fussball ist aufgestossen, der VAR wird sich weiterentwickeln. Stand heute kann ich aber nicht sagen, was zu welchem Zeitpunkt eingeführt wird.»

Es bleibt zu erwähnen, dass es trotz VAR – oder eben auch wegen – immer Diskussionsstoff geben wird. Der VAR greift bei «offensichtlichen Fehlentscheidungen» des Schiedsrichters ein. Am Ende ist aber auch dies eine Frage der Auslegung.

Sendebezug: SRF zwei, sportflash, 17.10.2019, 20:00 Uhr

1 Kommentar

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  • Kommentar von Christian Graf  (Christian Graf)
    Mir gefällt die selbstkritische Haltung, etwas dass heute nicht mehr oft anzutreffen ist. Es gab Fehler aber insgesamt eine gute Sache, die dem Sport hilft etwas von der Fairness zurück zu gewinnen, welche Sport eigentlich mit ausmacht. Die ewig gestrigen die alles neue kategorisch ablehnen verstummen langsam auch.
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