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Rakitic: «Ich wollte lieber in einem ruhigen Moment zurücktreten»
Aus Sport-Clip vom 06.10.2020.
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Schweiz-Kroate im Interview Rakitic über geschlossene Kabinen, eine TV-Karriere und Egoismus

Am Mittwoch testet die Schweizer Nati gegen Kroatien. Doppelbürger Ivan Rakitic kennt beide Seiten.

Ivan Rakitic hat bewegte Zeiten hinter sich: Nach 6 Jahren bei Barcelona kehrte der 32-Jährige kürzlich zu Liga-Rivale Sevilla zurück, zudem trat er aus der kroatischen Nationalmannschaft zurück. Im Interview mit SRF sprach Rakitic über ...

... die Rückkehr ins Camp Nou in Barcelona (1:1 am Sonntag): «Das war schon sehr komisch, bereits beim Einlaufen. Plötzlich musste ich rechts und nicht links einlaufen. Auch, nach 6 gemeinsamen Jahren all die ehemaligen Mitspieler plötzlich gegen sich zu haben, war speziell.»

Nach dem WM-Final, nach so vielen Emotionen, war es schwer, wieder neu anzufangen.
Autor: Ivan Rakitic

... die Situation in der Primera Division: «Wir dürfen die Kabinen im Stadion nicht benutzen. Unter der Tribüne im Innenraum gibt es einen Gang, wo man sich aufhalten darf – aber nur mit genügend Abstand zum Mitspieler. In die Garderobe darf man genau 6 Minuten. In der Halbzeit sind es 8 Minuten, nach dem Spiel erneut 6 Minuten. Umziehen tun wir uns bereits im Hotel. Alles ist etwas komisch und auch mühsam.»

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Rückblick auf den Höhenflug von Kroatien an der WM 2018
Aus Sport-Clip vom 05.10.2020.
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... zu seinem Rücktritt aus der kroatischen Nationalmannschaft: «Nach dem WM-Final in Moskau (2:4 gegen Frankreich), nach so vielen Emotionen, war es schwer, wieder neu anzufangen. Seither spielte ich bereits mit dem Gedanken, aus der Nationalmannschaft zurückzutreten. Dann habe ich mir aber gesagt, dass ich noch jung bin. Ich wollte noch bis und mit der EM spielen. Aber so passt es nun auch. Ich wollte lieber in einem ruhigen Moment zurücktreten.»

Ich wollte kein Egoist sein. Ich wollte nicht dieses Spiel zum Abschiedsspiel von Ivan Rakitic machen.
Autor: Ivan Rakiticüber Schweiz - Kroatien

... zum Rücktritt direkt vor dem Testspiel gegen die Schweiz: «Ich habe mir überlegt, dieses Spiel noch mitzunehmen. Aber ich wollte kein Egoist sein. Ich wollte nicht dieses Spiel zum Abschiedsspiel von Ivan Rakitic machen, sondern es soll ein Spiel Schweiz gegen Kroatien bleiben.»

... über das Testspiel vom Mittwoch: «Das wird ein grosses Fest für beide Seiten. Ich hoffe auf viele Tore. Es wird interessant sein zu sehen, ob es Kroatien nach dem kleinen Umbruch schafft, gegen ein starkes Team wie die Schweiz dagegenzuhalten.»

... über seine Zukunft: «Mittlerweile beginne ich, über die Zeit nach dem Fussball nachzudenken. Ich bereite derzeit mein Sportmanagement-Studium vor, welches ich nebenbei machen kann. Auch ein Trainerleben oder eine Karriere im Fernsehen könnte ich mir vorstellen. Aber hoffentlich stehen mir noch ein paar Jahre als Aktiver bevor.»

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Rakitic erklärt den sportlichen Erfolg des kleinen Kroatiens
Aus Sport-Clip vom 06.10.2020.
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Das Interview führte Jeff Baltermia.

SRF zwei, sportflash, 05.10.2020 20:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    Klar ist man als Schweizer ein bisschen eingeschnappt wenn sich ein Spieler gegen die Schweiz entscheidet. Trotzdem, er hatte eine grosse Karriere hingelegt und sich auf vielen Levels bewiesen. Ich wünsche Ihm viel Glück und hoffe er kann sein Knowhow später in einer Rolle im Hintergrund einbringen.
  • Kommentar von Willy Wyss  (Börni)
    Doppelbürger? Von wegen Geld?
    1. Antwort von Alain Rothenbühler  (pls)
      Was wollen Sie uns sagen?
    2. Antwort von ueli hofer  (refoh,parteifrei)
      Ich glaube, Herr Wyss will uns sagen, dass der Besitzer mehrerer Pässe Vorteile gegenüber jenen haben, die nur einen Pass besitzen.

      Diese Vorteile können auch materieller Art sein.

      Dass Rakitic für die kroatische Nationalmannschaft gespielt hat und dafür einsteht, finde ich sympathisch. Das hat wahrscheinlich nichts mit Geld zu tun. Hingegen die Clubs als Arbeitgeber schon. Aber das ist bei 90% aller Profifussballer so!
  • Kommentar von Werner Kessler  (Werner Kessler)
    Rakitic, ein symphatischer Klassespieler auch wenn er sich für Kroatien entschieden hat, hat er sich bestens integriert!