Zum Inhalt springen

UEFA EURO 2016 «England hat aufgehört ein Fussball-Team zu sein»

4 Tage nach dem Austritt aus der EU folgt der nächste Knall für die Engländer: Die «Three Lions» scheitern an der EM in Frankreich sensationell an Underdog Island. Ein Blick in die britischen Medien.

Der englische Fussball hat wieder mal einen Tiefpunkt erreicht. Selbst gegen Island reichte es nicht für den ersten K.-o.-Sieg bei einer EM ausserhalb des eigenen Landes. Seit mittlerweile einem Jahrzehnt wartet England auf einen Erfolg in der K.-o.-Runde eines grossen Turniers.

3 Dinge im Leben sind gewiss: Der Tod, Steuern und ein mittelmässiges England an grossen Turnieren.
Autor: The Mirror

Die Hoffungen in die «Three Lions», dem jüngsten Team an der Endrunde in Frankreich, waren gross. Der Schock über das peinliche Scheitern gegen das kleine Island sitzt tief. Die Presse auf der Insel übt vernichtende Kritik am Team von Coach Roy Hodgson.

  • The Mirror: «England scheidet aus Europa aus...zum zweiten Mal in einer Woche! 3 Dinge im Leben sind gewiss: Der Tod, Steuern und ein mittelmässiges England an grossen Turnieren. Es ist eines der schlimmsten Ereignisse in der englischen Fussball-Geschichte.»
  • The Times: «Nach 959 Spielen war das die demütigendste Niederlage in Englands Geschichte – gegen ein Land von 330'000 Einwohnern, trainiert von einem Zahnarzt. England hat letzte Nacht aufgehört ein Fussball-Team zu sein und ist nur noch eine Lachnummer.»
  • Daily Mail: «England erleidet die ultimative Demütigung durch eine beschämende Niederlage gegen den kleinsten Fisch im Turnier. Geschlagen von Island – einem Land so gross wie Leicester und einem Team mit einem Teilzeit-Coach. Die letzten 2 Jahren waren die reinste Verschwendung. Hodgson hätte schon 2014 gehen sollen.»
Zu berühmt, zu wichtig, zu reich, zu arrogant.
Autor: The Independent
  • Independent: «Der Grund, warum die Nation damit kämpft, Mitgefühl oder eine Verbindung zu vielen dieser Spieler aufzubauen, ist das Ego. Zu berühmt, zu wichtig, zu reich, zu arrogant, um die Geschwindigkeit und den Kampf anzunehmen, wenn es gegen eine der winzigsten Fussballnationen Europas geht. Das ist England.»
  • The Sun: «Ice Wallies (Eis-Trottel). Hodgson tritt nach erbärmlichem Scheitern zurück.»

Auch ehemalige englische Nationalspieler können das Out gegen den Underdog kaum fassen und lassen kein gutes Haar an Hodgson und Co.

Legende: Video Die Live-Highlights bei England - Island abspielen. Laufzeit 5:02 Minuten.
Aus UEFA Euro 2016 vom 27.06.2016.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur EURO in Frankreich

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Camenzind, Arlesheim
    Zu witzig, wenn all die Ex-Fussballer, die vor einigen Jahren an grossen Turnieren auch nichts gerissen haben, nun über das englische Team herziehen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Robin, Glarus
    Es war halt schon immer so das England keine Turniermannschaft ist. Die Quali und die Vorbereitungs Siele sind makellos aber das Turnier selber endet in einer Katastrophe.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nadja Kern, Dornach
    Also ich fand, England hat einfach nur stehend Fussball gespielt: keinen Druck gemacht, hin und wieder Kick and Rush, zu wenig Ideen. Klar, wenn jeder Spieler den Fussball stehend annnimmt und niemand entgegenkommt, können ja keine gefährlichen Situationen entstehen. Die Isländer konnten wieder und wieder die Pässe abfangen und haben ähnlich wie im Handball mit dem Ball am Fuss nach vorne gespielt. Viel interessanterer Fussball der Isländer, Hodgsons Stil ist definitiv zu altmodisch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen