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UEFA EURO 2016 Fabianski lässt Polen träumen

Vom Lückenbüsser zum Helden: Lukasz Fabianski spielt bei Schweiz-Bezwinger Polen nur wegen einer Verletzung der Nummer 1. Er tut dies herausragend.

Er war – wie meist in seiner Karriere – nur als Nummer 2 vorgesehen. Lukasz Fabianski sollte bei der EURO in Frankreich der Backup-Goalie hinter Stammkeeper Wojciech Szczesny sein. Doch dann passierte es: Szczesny verletzte sich im Startspiel gegen Nordirland. Der Roma-Keeper konnte zwar noch zu Ende spielen, musste dann aber dreimal passen.

Fabianski sprang in die Bresche. Und wie! Zu null gespielt gegen Deutschland. Zu null gespielt gegen die Ukraine. Und gegen die Schweiz musste der 31-jährige Profi von Swansea vor dem Penaltyschiessen nur Xherdan Shaqiris Wunder-Fallrückzieher passieren lassen.

Zur Höchstform aufgelaufen

Mehr noch: Fabianski brachte die Schweizer richtiggehend zur Verzweiflung. Vor allem zwei Paraden hatten es in sich:

  • 73. Minute: Fabianski kratzt einen Freistoss von Ricardo Rodriguez aus dem Lattenkreuz.
  • 113. Minute: Fabianski entschärft Eren Derdiyoks Kopfball aus kürzester Distanz mirakulös.

Es war alleine Fabianski zur verdanken, dass sich die immer stärker abbauenden Polen ins Penaltyschiessen retteten. Dank dem Fehlschuss von Granit Xhaka gewannen sie dieses auch. Das Internetportal sport.pl forderte danach «ein Denkmal» für Fabianski.

Die ewige Nummer 2

Fabianski blüht auf der grossen Bühne auf. Dabei verbrachte er einen Grossteil seines Goalie-Lebens im Schatten anderer Keeper. Bei Arsenal nahm Fabianski zwischen 2007 und 2014 während 7 Saisons die Rolle des Ersatz-Torhüters ein. Ähnlich sieht es in der Nationalelf aus: In über 10 Jahren haben sich nur 33 (Teil-)Einsätze angesammelt.

Auch gegen Portugal im Tor

Dank Fabianski träumt Polen vom 1. Halbfinal an einem grossen Turnier seit der WM 1982. Gegen Portugal wird der Swansea-Stammgoalie erneut den noch immer verletzen Szczesny ersetzen. Grund für einen Wechsel hätte es aber auch mit einem gesunden Szczesny keinen gegeben.

Sendebezug: Laufende EURO-Berichterstattung

TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei überträgt den Viertelfinal Polen - Portugal am Donnerstag ab 20:00 Uhr live (Spielbeginn: 21:00 Uhr). Auch im Netz sind Sie mit Stream und Ticker bestens informiert.

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