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UEFA EURO 2016 Griezmann lässt irischen Viertelfinal-Traum platzen

Irland hat im Achtelfinal trotz früher Führung die Sensation verpasst. Das O'Neill-Team unterlag Gastgeber Frankreich nach einem Doppelschlag von Antoine Griezmann 2:1.

  • Der Paukenschlag: Robert Brady erzielt nach 1:58 Minuten das zweitschnellste EM-Tor der Geschichte.
  • Die Wende: Antoine Griezmann schnürt innert 4 Minuten einen Doppelpack.
  • Der Gegner: Im Viertelfinal treffen die Franzosen entweder auf England oder Island.

Fast eine Stunde lang durfte Irland in Lyon von der grossen Sensation träumen. Doch dann schlug die Stunde des Antoine Griezmann. Zuerst traf der 25-Jährige mit einem wuchtigen Kopfball, 4 Minuten später doppelte der wirblige Stürmer mit einem satten Flachschuss ins rechte Toreck nach.

Legende: Video «Pogba foult, Brady trifft» abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Vom 26.06.2016.

Mit dem letztlich verdienten Sieg haben die Franzosen nicht nur den Sprung in den Viertelfinal geschafft, sondern auch einen Fluch besiegt: Seit dem EM-Titel im Jahr 2000 hatten die Franzosen kein K.o.-Spiel an einer EM mehr für sich entscheiden können.

Ungestümer Pogba sorgt für Fehlstart

Dabei hatte der Gastgeber einen veritablen Horrorstart in die Partie erwischt. 58 Sekunden waren gespielt, als Paul Pogba im eigenen Strafraum zu ungestüm in den Zweikampf ging. Robert Brady verwandelte den fälligen Elfmeter via Innenpfosten. Ein schnelleres Tor an einer EM hat bisher erst der Russe Dimitri Kiritschenko (2004) erzielt. Er benötigte damals 67 Sekunden.

Danach taten sich die favorisierten Franzosen lange schwer. Irland verstand es, den Spielfluss mit gutem Stellungsspiel immer wieder zu stören. Zudem sorgten zahlreiche Fouls für diverse Unterbrüche.

Legende: Video «Der Doppelschlag von Griezmann» abspielen. Laufzeit 0:37 Minuten.
Vom 26.06.2016.

Doublette und Rot für Irland

Nach der Pause wurde die Überlegenheit der Franzosen immer deutlicher. Zuerst verpasste Laurent Koscielny (48.) den Ausgleich knapp, Blaise Matuidis Weitschuss parierte Darren Randolph souverän. Gegen Griezmann war dann aber auch der starke Rückhalt der Iren machtlos.

Nach der Wende der Franzosen brachten die «Boys in Green» offensiv kaum mehr etwas zustande. Zusätzlich geschwächt wurde das Team von Martin O'Neill durch einen Platzverweis gegen Shane Duffy (66.), der nach einer Notbremse gegen Griezmann zu Recht frühzeitig unter die Dusche musste.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur EURO in Frankreich

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