Kallen: «Turnier mit weniger Teams ist qualitativ besser»

Die EURO 2016 in Frankreich ist Geschichte. Der Schweizer Turnier-Direktor Martin Kallen zieht Bilanz.

Mit dem Sieg Portugals ist am Sonntagabend die EURO 2016 zu Ende gegangen. Das Turnier in Frankreich war die 4. EM nach 2004, 2008 und 2012, die unter der Leitung des Schweizers Martin Kallen stand.

Im abschliessenden Interview, das vor dem Endspiel stattfand, sprach der Berner Oberländer unter anderem über:

  • Die Aufstockung auf 24 Teams – «Länder, die sonst nie dabei sind, konnten sich im Schaufenster präsentieren. Natürlich ist die Qualität an einem Turnier mit weniger Mannschaften höher. Unsere Zielsetzungen wurden dennoch erfüllt.»
  • Die Probleme mit dem Rasen – «Wir hatten in drei Stadien ein Problem. Wir werden die Sache jetzt analysieren. Vielleicht müssen wir künftig die Anzahl Trainings respektive Events auf dem Rasen vor einem Spiel verringern.»
  • Die Terrorbedrohung – «Dieses Thema war jeden Tag auf der Agenda. Zusammen mit der französischen Regierung hatten wir uns dreieinhalb Jahre darauf vorbereitet und die Sache relativ gut im Griff.»
  • Die Hooligan-Problematik – «Wir bekamen schon vor dem Turnier klare Signale, dass Hooligans an die Spiele kommen würden. Leider gab es dennoch diesen Zwischenfall in Marseille.»
  • Seine persönlichen High- und Lowlights – «Ein Highlight ist für mich immer, wenn der erste Match vorbei und gut über die Bühne gegangen ist. Auch über die Isländer und die Fans von Ländern wie Nordirland oder Wales habe ich mich gefreut. Negativ war sicher der erwähnte Zwischenfall in Marseille.»
  • Anpassungen/Verbesserungen vor dem nächsten Turnier – «Wir müssen alles überprüfen und auch frische Ideen einbringen. Sicher werden wir die Rasen-Problematik anschauen und uns auch mit Dingen wie dem Ticketing befassen.»

Sendebezug: Laufende EURO-Berichterstattung