Zum Inhalt springen

Schweizer Nationalmannschaft Petkovic: «Bin nicht der Typ, der nur das Minimalziel fordert»

Nationalcoach Vladimir Petkovic fordert von der Schweiz eine gewaltige Steigerung gegen Rumänien. Als Marschroute gibt er den Sieg und die historische Achtelfinal-Qualifikation aus.

Petkovic stellte an der Medienkonferenz am Tag vor der Partie in Paris klar, dass er nicht auf Unentschieden spielen lassen will. «Ich bin nicht der Typ Trainer, der ein Minimalziel von seiner Mannschaft fordert. Ich will immer das Maximum, und das sind drei Punkte.» Dazu brauche es eine gute Leistung – vor allem in läuferischer Hinsicht. Wenn die Kommunikation stimme, müsse man jedoch weniger Kilometer abspulen.

Wir müssen uns gewaltig steigern.
Autor: Vladimir Petkovic
Abschlusstraining der Schweizer Nati in Paris.
Legende: Schauplatz Parc des Princes Abschlusstraining der Schweizer Nati in Paris. Keystone

Die Angst davor, in ein Loch zu fallen

Als klares Ziel definiert Petkovic den zweiten Sieg an dieser EURO. «Das ist der Schweiz an einer EM noch nie gelungen», meinte der Nationaltrainer. Petkovic erhofft sich, dass der Erfolg gegen Albanien mehr Sicherheit bringt.

Auch ihm ist jedoch bewusst, dass ein Risiko besteht: Vom vielzitierten Druck befreit, der nach dem Startmatch abgefallen ist, könnten die Spieler einen Gang zurückschalten. «Wir haben das besprochen nach der Emotionalität des ersten Spiels, dann kommt ein kleines Loch. Ich habe aber schon gestern gesehen, dass die Spieler mit dem Kopf dabei sind.» Die Mannschaft müsse nun noch mehr von sich erwarten.

Wir haben eine Schlacht gewonnen. Es stehen zwei weitere an.
Autor: Johan Djourou

Rumänien sei ein sehr starker Gegner, so Petkovic. «Wir müssen uns gewaltig steigern, aber wir haben alle Möglichkeiten dazu.» Die Frage eines rumänischen Journalisten nach der Favoritenrolle beantwortete der 52-Jährige süffisant: «Die überlasse ich gerne euch.»

Für Leitwolf Valon Behrami steht ausser Frage, wer das bessere Team ist. «Wir haben mehr talentierte Spieler als sie», sagte der Tessiner. Beeindruckt sei er aber schon gewesen von der Leistung der Rumänen im Auftaktmatch gegen Frankreich. Behrami: «Sie arbeiten alle füreinander, das ist eine wichtige Stärke für eine Mannschaft.»

«Morgen beginnt ein neuer Krieg», meinte Behrami etwas gar martialisch. «Wir haben eine Schlacht gewonnen, es stehen zwei weitere an», blies Johan Djourou ins gleiche Rohr. Bei dieser Wortwahl muss man sich um die Einstellung der Nati wohl keine Sorgen machen.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur EURO

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie die Partie Rumänien - Schweiz am Mittwoch ab 17:00 Uhr auf SRF zwei (Anpfiff: 18:00 Uhr). Auch via Livestream & Ticker auf srf.ch/sport oder via Sport-App sind Sie am Ball. Radio SRF 3 überträgt das Spiel zudem live.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Froehlich, Pego / Spanien
    Welch tole Aussage von einem Trainer ! Wer nennt mir Namen von Trainerkollegen die mit dem Minmalziel zufrieden sind ? Oder hat er etwas ganz andedres gesagt und es ist ein Uersetzungsfehler. Egal.Er ueberzeugt nicht, so wenig wie die Mannschaft. Es gab Zeiten, da hatte die CH - Nati Charakter wie die Islaender, aber auch Trainer die das foerderten. Geschichte, dafuer hat sie heute einen moechtegern Captain der troetzelt und so im innern maechtig stoert. Gut wird darueber geschwiegen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von E. Scherrer, Binningen
    Hahaha gerade Djourou sagt im Interview jeder weiss, was zu tun ist... Ausser eben er nicht! Er ist ja der, der oft wie ein Kopfloses Huhn spielt! Wegen ihm muss, die Schweiz, dann noch frühzeitig vom Turnier heimreisen! Darum ihn am besten gar nicht mehr aufstellen, dann verbleibt die Schweiz sicher noch im Turnier. Ich dachte auch einmal, er wäre ein guter Spieler, aber was ich von ihm bis jetzt in der Nati gesehen habe, hat mich nicht überzeugt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Reto Munteler, Zürich
    Bisher gehörte ich bei den Umfragen zur Euro 16 oftmals zur Minderheit und lag damit in der Regel richtig. Auch bei der obigen Umfrage gehöre ich wieder zur Minderheit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen