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Schweizer Nationalmannschaft Wohin steuert das Nati-Schiff?

Die EURO rückt immer näher. 10 Tage vor dem Startspiel gegen Albanien begab sich der Nati-Tross auf See. Ein symbolischer Akt in vielerlei Hinsicht.

Nach dem Pflichttermin im Kulturzentrum LAC und den aufmunternden Worten der wichtigsten Stadt-Vertreter Luganos bestieg die Nati am späten Mittwochnachmittag das Kursschiff.

Captain Stephan Lichtsteiner am Steuer
Legende: Bild mit Symbolkraft Coach Petkovic und der neue Captain Lichtsteiner steuern in die Zukunft. Keystone

Captain Stephan Lichtsteiner ging als Letzter an Deck. Symbolisch begab er sich dann auch noch ans Steuer. Coach Vladimir Petkovic gesellte sich dazu.

Premieren für Petkovic, Lichtsteiner und Sommer

Für Petkovic steht das erste grosse Turnier vor der Tür. Lichtsteiner nimmt seinerseits die EURO in seiner neuen Rolle als Spielführer in Angriff: «Wir wollen Geschichte schreiben, waren in Brasilien nahe dran. Jetzt wollen wir dies in Frankreich versuchen.»

Es ist noch nichts Negatives vorgefallen. Das zeigt, dass der Zusammenhalt gut ist.
Autor: Yann Sommer
Xherdan Shaqiri.
Legende: Will mit der Schweiz Albanien schlagen Xherdan Shaqiri. Keystone

Die Reise soll möglichst weit führen. Mit an Bord waren sämtliche 23 Kaderspieler. Die Stimmung bei den meisten locker. Xherdan Shaqiri posierte demonstrativ vor der Schweizer Fahne am Heck. «Dann habe ich es hinter mir», meinte er. Dass für den Fan-Liebling mit kosovarischen Wurzeln ein Sieg gegen Albanien am 11. Juni unbedingt her muss, stellte er später klar.

Während Shaqiri sein drittes grosses Turnier bestreitet, hat sich für Yann Sommer überraschend viel geändert. Als Nummer 1 anzutreten, sei etwas «völlig anderes». Die Verantwortung sei ungleich grösser.

Mürrischer Schär, aber keine Meuterei

Den Sprung ins EM-Kader gerade noch geschafft hat Fabian Schär. Gut gelaunt schien der Ostschweizer dennoch nicht. «Warum sollte ich nicht fit sein?», meinte er angesprochen auf seinen Fitnesszustand mürrisch. Auch ein illustres Trio war nicht gesprächsbereit. Bei Haris Seferovic, Ricardo Rodriguez und Granit Xhaka biss die versammelte Medienschar auf - Sie wissen schon.

Alle Spieler wissen, dass sie zum Einsatz kommen können.
Autor: Stephan Lichtsteiner

Statt Worten müssen am Freitag gegen Moldawien dann Taten folgen. «Unbedingt ein gutes Spiel zeigen», fordert Shaqiri. Die letzten 3 Tests gingen allesamt verloren. Es sei noch nichts Negatives passiert seit dem Zusammenzug am 22. Mai, meinte Sommer. Auch Lichtsteiner fürchtet keine Meuterei. «Denn alle Spieler wissen, dass sie zum Einsatz kommen können.»

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Nationalmannschaft

8 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Von den letzten 5 Spielen hat die Nati 4 verloren. Das ist selbstverständlich eine tolle Bilanz und da waren absolute Weltklaseteams wie die Slowakei und Bosnien dabei. Wer weiss, vielleicht schaffen sie es soagar gegen Moldawien mit nur 1 bis 2 Toren Differenz zu verlieren. Diese Mannschaft ist ein Prunkstück und auch wenn sie an der EM keine Tore schiessen werden, andere Starensembles wie Gibraltar oder San Marino sind an der EM gar nicht dabei.
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  • Kommentar von Burim Luzha, Zürich
    Eine bunte Fussball-Nati als Symbol für eine einheitliche und starke Gruppe! Ich auf jeden Fall bin stolz darauf, dass sie trotz oder gerade wegen ihren unterschiedlichen Wurzeln, teils Werten, doch noch zusammen super harmonieren. Sowohl fussballerisch, als auch menschlich. Hopp Schwiiz!
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  • Kommentar von Willi Schreck, 8050 Zürich
    10 Tage vor de EM und weder die Verteidigung noch der Sturm steht. Einfach weiter pröbeln während den nächsten 4 Spielen und dann ab in die Ferien.
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