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Trotz Flop «ein Vorbild» Spanien-Goalie Simon vom Zero zum Hero

Nach dem spektakulären Viertelfinal-Einzug an der EURO stärkte Spaniens Trainer Luis Enrique explizit seinem Goalie den Rücken.

Unai Simon
Legende: Der Mann zwischen den Pfosten Letztlich hat sich für Unai Simon alles zum Guten gewendet. imago images

Unai Simon erlebte im EM-Achtelfinal in Kopenhagen gegen Kroatien einen aufwühlenden Abend. Nach 20 Minuten unterlief dem 24-Jährigen von Athletic Bilbao ein schwerer Fehler. Sein Aussetzer beim Zusammenspiel mit Pedri, der seinen Keeper in den Spielaufbau hatte miteinbeziehen wollen, stand am Ursprung des bereits 9. Eigentors an diesem Endrunden-Turnier.

Simon liess den völlig unerwartet zu ihm spedierten Ball über den Fuss in die Maschen kullern. Kroatien bejubelte die Führung, der mittlerweile 11-fache Nationalspieler wäre am liebsten in der Versenkung verschwunden.

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Spanien-Goalie Simon schenkt Kroatien die Führung
Aus Sport-Clip vom 28.06.2021.
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Doch Simon schaffte im 8-Tore-Knüller in den verbleibenden 100 Minuten den Wandel vom Zero zum Hero. Am Ende sicherte sich sein Spanien das Weiterkommen mit 5:3.

Das Vertrauen zurückgezahlt

«Unai Simon war heute ein Vorbild für alle jungen Spieler, die einmal Profifussballer werden wollen», sagte Luis Enrique in der Medienkonferenz zu dieser Partie. «Die Botschaft ist: Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Fehler. Konzentriere dich auf dein Ziel. Natürlich war das heute ein schwerer Fehler von ihm. Aber er hat danach noch einige fantastische Paraden gezeigt.»

Das Tor war Pech, aber er ist nervenstark und ehrgeizig, das hat er heute bewiesen.

Auch Captain Sergio Busquets strich die Solidarität hervor und stellte sich vehement vor Simon. So habe er das Missgeschick aus der ersten Hälfte mit Glanzparaden wettgemacht und etwa Andrej Kramaric daran gehindert, Kroatien in der Nachspielzeit in Führung zu bringen.

«Unai weiss, dass er unser volles Vertrauen hat. Das Tor war Pech, aber er ist nervenstark und ehrgeizig, das hat er heute bewiesen.»

SRF zwei, sportlive, 28.06.2021 17:30 Uhr;

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