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UEFA Frauen-EURO 2017 Zwischen Durchmarsch und Gegenwind

An der Frauen-EM in den Niederlanden stehen die Viertelfinals an. Neben dem Gastgeber vermochte von den Favoritinnen bislang erst England zu überzeugen.

Während die Engländerinnen jubeln können, blieb Steffi Jones (r.) mit Deutschland einiges schuldig.
Legende: Leichtigkeit des Seins vs. Kritik aus der Heimat Während die Engländerinnen jubeln können, blieb Steffi Jones (r.) mit Deutschland einiges schuldig. Imago

In den Viertelfinals kommt es zu folgenden Duellen:

  • Samstag, 18.00 Uhr: Niederlande - Schweden
  • Samstag, 20.45 Uhr: Deutschland - Dänemark
  • Sonntag, 18.00 Uhr: Österreich - Spanien
  • Sonntag, 20.45 Uhr (live SRF zwei): England - Frankreich

Der Gastgeber

Die Niederlande hielten dem Druck der Öffentlichkeit stand. Sie qualifizierten sich ohne Verlustpunkt für die Viertelfinals. Die «Elftal» überzeugte in der Gruppenphase mit gepflegtem Passspiel und starker Defensive. Prunkstück im 4-3-3 ist neben der Achse im Zentrum um Captain Sherida Spitse das Flügelspiel. Rechts wirbelt die schnelle Shanice van de Sanden, links die technisch überragende Lieke Martens.

Legende: Video Deutschland schlägt Russland dank 2 Elfmetern abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 25.07.2017.

Der Titelverteidiger

Obwohl sich Deutschland souverän für die K.o.-Phase qualifiziert hat, steht der achtfache Europameister in der Kritik. 4 Tore, 3 davon vom Penaltypunkt, sind mager. Nun wartet mit Dänemark ein defensiv starkes Team. «Wir liegen jetzt nicht da, umarmen uns ständig, sonnen uns, haben die rosarote Sonnenbrille auf und glauben, dass alles schön ist», so Steffi Jones, die an ihrem 1. Turnier als Bundestrainerin medialen Gegenwind spürt.

Die Überraschung

Das Überraschungsteam des Turniers ist Österreich. Der EM-Neuling nahm den Schwung des Startsiegs gegen die Schweiz mit und qualifizierte sich als Gruppensieger für die Viertelfinals. Die ÖSV-Frauen überzeugten mit Teamgeist, taktischer Disziplin und Effizienz im Abschluss. Damit lösten sie eine Euphorie aus. Knapp 900'000 TV-Zuschauer (Marktanteil 34 Prozent) sahen auf ORF den 3:0-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Island.

Legende: Video England-Frankreich: Ein Duell voller Unterschiede abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 29.07.2017.

Das Schlagerspiel

Den bislang stärksten Eindruck hinterliess England. Die «Lionesses» feierten beim 6:0 gegen Schottland den bislang einzigen Kantersieg des Turniers und gewannen die Gruppe D ohne Verlustpunkt. Als «Belohnung» treffen die Engländerinnen zum Auftakt der K.o.-Phase auf Frankreich, das in der Vorrunde nicht überzeugte und gegen die Schweiz nur mit viel Mühe ein vorzeitiges Ausscheiden verhinderte.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 27.7.2017, 22:30 Uhr

1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Bei den Männern steht «EM201X», bei den Frauen «WomenEM2017». Bei den Männern werden von srf alle Spiele gezeigt, auch nach dem Ausscheiden des Nati-Teams, äh, bei den Männern heisst das ja «Nationalmannschaft». Und mit Diskriminierung hat das alles nix zu tun. Die Rubriken heissen «Fussball» und «Frauen Fussball». Nicht wie beim Skifahren «Abfahrt Männer», «Abfahrt Frauen». Soooo emanzipiert ist man noch nicht bei srf ...
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