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Iran muss einlenken Frauen im Stadion: 40-jähriges Warten hat ein Ende

Das WM-Qualifikationsspiel Iran-Kambodscha vom Donnerstag geht in die Geschichte ein. Wegen der Fans.

Das Azadi-Stadion in Teheran.
Legende: Seit 1979 hatten Frauen keinen Zutritt Das Azadi-Stadion in Teheran. SRF/Dorian Wyer

Jahrelang hatten Aktivistinnen auf diesen Moment hingearbeitet: Am Donnerstag werden 4600 Iranerinnen im Azadi-Stadion von Teheran das WM-Quali-Spiel der Männer-Nationalmannschaft gegen Kambodscha mitverfolgen.

Sie werden allerdings nur in einen von männlichen Fans abgetrennten Sektor eingelassen. Die Frauen-Tickets gingen binnen Minuten weg.

Protest fordert Tote

Kurz nach der islamischen Revolution von 1979 war Iranerinnen der Stadion-Besuch verboten worden. Nur mit Spezial-Bewilligungen oder verkleidet als Männer gelang es einzelnen Frauen, Spiele live mitzuverfolgen.

Noch vor einem Testspiel im Juni waren Iranerinnen, die Einlass ins Azadi-Stadion begehrten, festgenommen worden. Eine «Blue Girl» genannte Frau steckte sich aus Protest in Brand und erlag ihren Verletzungen.

Kritik hält an

Frauenrechtlerinnen geht das teilweise Einlenken Irans nicht weit genug. Nur 5 Prozent der Plätze seien für Frauen reserviert, kritisieren sie. Zudem seien die Zäune um den Frauen-Sektor eine Gefahr. Die Zulassung gilt vorerst nur für Länderspiele.

#SRFglobal diskutiert über das Leben im Iran
Aus #SRFglobal vom 08.10.2019.

5 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Wenn man sieht wie in dieser "Steinzeit Religion Islam" die Frauen "gehalten und diskriminiert" werden kommt mir die Galle hoch!
    Und wir "dulden diese Religion auch noch bei uns" unfassbar!
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    1. Antwort von Matthias Schönenberger  (matthisch)
      Klassischer Wutbürger Kommentar. Weil ein Teil extremistischer Muslime dies ausübt, muss jeder Muslim genau so denken. Wenn das Leben doch nur so einfach wär...
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    2. Antwort von Jan Locher  (Louky)
      Lieber Herr Heusser
      Ich kann ihre Wut verstehen. Die Verbrechen an Frauen in patriarchalen Gesellschaften sind unzählbar.
      Wenn ich sie richtig verstehe, stellen sie aber die Religionsfreiheit in Frage. Das kann nicht die Lösung sein und zielt wohl eher auf das Fremde ab als auf die Ungerechtigkeit.
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  • Kommentar von H.S. Labhardt  (labhardt)
    Widerlich, was sich die Männer da und vielerorts weltweit an Schändlichkeiten gegen die Frauen erlauben.
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  • Kommentar von Megan Eliza  (meganeliza)
    Das ist pure Ablenkung von den anderen Dingen die sie nun strenger gegen Frauen tun. Zb. wenn eine Frau im Auto kein Kopftuch trägt oder nicht richtig dann wird das Auto sofort beschlagnahmt , egal ob sie die inhaberin des Fahrzeugs ist oder nicht. Bis vor einigen Monaten gab es beim ersten Vergehen eine Verwarnung. Selber miterlebt. Im Taxi unterwegs. Rechts fuhr die Moralpolizei und haben durch das Fenster die Anweisung gegeben das Kopftuch zu tragen, oder sie werden das Auto beschlagnahmen.
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