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Sechs Tage Frist zur Klärung Fifa setzt Brasilien und Argentinien ein Ultimatum

Der Fussball-Weltverband will die Geschehnisse rund um das abgebrochene WM-Qualifikationsspiel binnen Wochenfrist aufklären.

Die Superstars Neymar und Messi diskutieren mit einem Offiziellen
Legende: Erlebten die Posse hautnah mit Die Superstars Neymar und Messi. imago images

Mit einem Fristbescheid an Südamerikas Dachorganisation Conmebol sowie die Nationalverbände CBF und AFA sucht die Disziplinar-Kommission der Fifa nun den Schuldigen für die Quarantäne-Farce am Sonntag. Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien in Sao Paulo wurde nach nicht einmal 5 Minuten Spielzeit abgebrochen. Alle 3 Involvierten bekamen 6 Tage Zeit, um ihre Version zum Vorfall abzugeben.

Brasilianer weisen Schuld von sich

Brasiliens Verband CBF wusch bereits am Montag seine Hände in Unschuld. «Wir haben zu keinem Zeitpunkt (...) darum gebeten, nicht zu spielen. Die Argentinier kommen hierher und missachten die sanitären Vorschriften», stellte Gustavo Feijo, einer der Vizepräsidenten, im Gespräch mit dem Internetportal UOL Esporte klar.

Die nicht vollzogene Zwangs-Quarantäne betrifft die bei englischen Premier-League-Klubs unter Vertrag stehenden Emiliano Martinez, Emiliano Buendia (beide Aston Villa), Cristiano Romero und Giovani Lo Celso (beide Tottenham). Es handle sich deshalb um «eine technische Diskussion zwischen Anvisa (Brasiliens autarke Behörde für Gesundheitsüberwachung), Gesundheitsministerium und AFA».

Globo Esporte dokumentierte bereits, dass das brasilianische Gesundheitsamt rund 50 Minuten vor Spielbeginn Argentiniens Antrag auf Spielgenehmigung für die Betroffenen abgelehnt hatte. Und weil das Quartett die nach kürzlich zurückliegenden Aufenthalten in England vorgesehene 14-tägige Abschirmung nicht einhielt, schritten Anvisa-Beamte auf den Rasen der Neo Quimica Arena in Sao Paulo, um die vier am Weiterspielen zu hindern.

Audio
Auf dem Platz bricht plötzlich Chaos aus (Radio SRF 3, Morgenbulletin, 6.9.2021)
00:26 min
abspielen. Laufzeit 00:26 Minuten.

Argentinischer Verband hält sich bedeckt

Argentiniens Verband AFA beschränkte sich am Montag darauf, zu vermelden, dass die vier «Engländer», wie zuvor mit ihren Klubs abgesprochen, bereits auf dem Rückweg seien. Denn England sieht rigoros eine 14-tägige Quarantäne vor.

Obwohl Argentinien noch am Donnerstag in der WM-Ausscheidung gegen Bolivien spielt, verpassen die Aston-Villa-Profis nur das Liga-Duell am Samstag beim FC Chelsea und die Tottenham-Akteure parallel die Partie bei Crystal Palace, sind danach aber wieder verfügbar. Wegen der Quarantäne hatten Englands Topklubs auf der Gegenseite gleich 9 Seleçao-Akteuren die Reise über den Atlantik verwehrt.

Radio SRF 3, Morgenbulletin, 06.09.2021 08:30 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    Was ein Theater.. Fussballer (speziell in der Barclays Premier League), werden jeden Tag getestet! Also lasst die Fussballer ihren JOB machen. Wir alle können gute Fussballspiele und volle Stadien in dieser so schwierigen Zeit ganz gut gebrauchen. Was sich das Gesundheitsministerium von Brasilien da rausnimmt, ist reine Selbstdarstellung und nichts anderes.Fussballer sind abgeschotet, kommen mit niemandem sonst in Kontakt..Langsam reichts aber! Mit diesem Coronawahnsinn. Ich habs so satt!!
    1. Antwort von Ch. Helfenstein  (Ch.Helfenstein)
      Warum it der Spieler Xhaka bei der CH Nati nicht dabei? Bei welchem Verein, Land, spielt er die Meisterschaft? Möchten Sie Ihren Kommentar noch einmal überdenken?
    2. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      @Helfenstein: Gehört ganz genau ins gleiche Genre! Wer sagt denn, dass die Tests alles abdecken?
      Das eine schliesst, das andere nicht aus! Gut ist er nicht geimpft! Er ist damit nämlich nicht alleine.
      Wollen sie ihren Kommentar nochmals überdenken??
    3. Antwort von Lukas Marti  (Lukas Marti)
      Was genau soll denn bitte gut daran sein das er nicht geimpft ist?!? Die Intensivstationen unsere Spitäler sind fast ausschliesslich durch nicht geimpfte belegt. Xhaka hat, obschon ich nicht genau weiss wieso, sehr viele Fans für die er eine Vorbildrolle einmehmen und sich impfen lassen sollte. Es ist schon komisch, dass es oft die Impfgegner sind, die am lautesten nach einem Ende des „Coronawahnsinns“ verlangen. Aber der Gesellschaft gegenüber solidarisch sein und sich impfen wollen Sie nicht…
  • Kommentar von Remo Tschanz  (remotschanz)
    Die Regeln sind klar und die Ausnahmeritis im Namen des Königs Fussball muss endlich mal aufhören! So viele Musiker können seit Monaten z.B. vor gar keinen oder vielleicht nur vor ein paar hundert Fans spielen, während gleichzeitig die Fussballstadien gefüllt werden und hüllen- und haltlos gesuperspreaded werden darf. Die Quarantäneregeln gelten definitiv auch für Fussballer und da darf Brasilien genauso rigoros wie England sein.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Live Musik? Darauf verzichte ich gerne.
    2. Antwort von Adrian Wyssen  (Gemse68)
      @Mäde: Worauf du verzichtest ist in dieser Fragestellung auch nicht relevant.
    3. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Sind sie ein Berset-jünger??
      Oder Fan von Pierre Alain Schnegg???
  • Kommentar von Silas Escher  (Guinness86)
    ....oder das Theater den Berufssport.....