Zum Inhalt springen

Header

Video
Thompson-Herah nähert sich dem 100-m-Weltrekord
Aus Sport-Clip vom 21.08.2021.
abspielen
Inhalt

2. Frau unter 10,60 Sekunden 33 Jahre alter Fabel-Weltrekord wackelt wegen Thompson-Herah

Die 10,49 Sekunden von Florence Griffith-Joyner aus dem Jahr 1988 gelten als Weltrekord für die Ewigkeit. Doch in Eugene fehlte Elaine Thompson-Herah nur ein Wimpernschlag.

Elaine Thompson-Herah schaute ungläubig auf die Anzeigentafel. Die Konkurrentinnen fielen ihr schon um den Hals, aber Jamaikas Sprint-Königin konnte es gar nicht fassen. 10,54 Sekunden über 100 m, nur einen Wimpernschlag langsamer als die sagenumwobene Florence Griffith-Joyner und erst die zweite Frau unter 10,60 Sekunden. Schlicht eine Wahnsinns-Zeit.

Elaine Thompson-Herah.
Legende: Läuft in neue Sphären Elaine Thompson-Herah. Getty Images

In 10,54 Sekunden liess es Thompson-Herah beim Diamond-League-Meeting in Eugene/USA bei ihrem ersten Auftritt nach dem Olympia-Triumph gleich wieder richtig krachen. Und dann kündigte die 29-Jährige nach ihrer Machtdemonstration an, dass die Uralt-Bestmarke aus der Ära des Anabolika-Dopings bald fallen könnte.

Ich denke, der Rekord ist in Reichweite.
Autor: Elaine Thompson-Herah

«Ich denke, der Rekord ist in Reichweite, weil ich 10,5 gelaufen bin und noch so viel mehr in mir habe», sagte Thompson-Herah, die in Tokio drei Mal Gold gewonnen hatte, nach der zweitbesten Zeit der Geschichte.

Thompson-Herah will Geschichte schreiben

Vor 33 Jahren war Griffith-Joyner in 10,49 Sekunden den Fabelweltrekord gelaufen, der auf alle Zeiten unantastbar schien. Thompson-Herah, die in Tokio nach ebenfalls ganz starken 10,61 Sekunden wie vor fünf Jahren in Rio das Sprint-Double geholt hatte, schickt sich nun an, die Geschichte umzuschreiben.

Schon am Samstag in Eugene, am Ort der WM 2022, wäre vielleicht mehr möglich gewesen, wenn die Windunterstützung etwas stärker gewesen wäre als die gemessenen 0,9 m/s.

Wahnsinns-Zeit wirft Fragen auf

Als «erstaunlich» empfand Thompson-Herah ihre Leistung – und auch so mancher Dopingfahnder dürfte gestaunt haben. Schliesslich gilt die Zeit von Griffith-Joyner, die 1998 im Alter von nur 38 Jahren starb, als – nun ja – stark belastet. Und wenn Thompson-Herah nun nur unwesentlich langsamer ist, wirft dies natürlich Fragen auf. Zumal das Anti-Doping-System in der jüngeren Vergangenheit wegen Corona lange brach lag.

Doch die Jagd nach dem «Flo-Jo»-Weltrekord geht weiter, schon am Donnerstag hat Thompson-Herah in Lausanne die nächste Chance. Es sei ihr «Job», eine «Generation zu inspirieren», sagte sie über ihre Mission: «Ich muss den Job erledigen.»

Live-Hinweis

Box aufklappenBox zuklappen

Verfolgen Sie die Athletissima in Lausanne am Donnerstag ab 20:00 Uhr auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Livestream www.srf.ch/sport, 21.08.2021, 22:00 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Claudio Hassler  (Khaloudy)
    wenn ein Athlet-in z.B. ein Maxi-Level hat unter den günstigsten Veraussetzungen von 10.10 resp. 10.90 hat, dann sind ohne Doping auch mit den ausgeklügelsten Trainingsmethoden 9.70 / 10.50 schlicht unerreichbar!! Auch in Jamaica nicht und wieso sollten die Jamaikaner mehr Jahrhundert-Talente haben als jedes andere Land der Welt?
    Siehe auch Alex Wilson. . .
    1. Antwort von Beat Heuberger  (Beat Heuberger)
      Jamaicaner brauchen nicht zu dopen. Sie steigern ihre Leistung durch ihre Diät. Ihr Geheimnis: die Früchte der Capsicum chinense. The cornerstone of Jamaican cuisine.
  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Bin gespannt, ob ETH den Weltrekord knacken wird. FGJs Weltrekord ist fällig, aber wird er auch bald fallen? Zweifel sind erlaubt, denn 10,49s sind schlicht fabelhaft, unglaublich und wohl auch mit dem besseren Material wie vor über 30 Jahren für eine Frau schlicht fast nicht zu erreichen. In jedem Fall eine spannende Geschichte, danke SRF für das Auffrischen einiger vergangenen und gegenwärtigen sportlichen „Höhenflüge“.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Ob alle "sauber" sind, ist leider stark zu beweifeln?