Zum Inhalt springen
Inhalt

Leichtathletik 5 Weltrekorde an einem Tag: 80 Jahre seit dem «Day of Days»

Der 25. Mai 1935 gilt in der Sportgeschichte als «Day of Days», als Tag der Tage. Grund dafür ist Jesse Owens: Der Leichtathlet stellte gleich in 5 Disziplinen einen neuen Weltrekord auf.

Jesse Owens sprintet
Legende: Vor 80 Jahren: Am 25. Mai 1935 stellte Jesse Owens an einem Nachmittag gleich 5 Weltrekorde auf. Keystone

«Ich wollte einfach nur gute Leistungen abliefern. Über Weltrekorde habe ich mir keine Gedanken gemacht.» So lapidar Jesse Owens Kommentar, so gewaltig seine Leistungsexplosion, die auch 80 Jahre danach unerreicht ist.

5 Rekorde in 45min?

Bis heute streiten sich die Gelehrten, ob der damals 21-Jährige für seine Höchstleistungen 45 Minuten, 70 Minuten oder zweieinhalb Stunden brauchte. Wie auch immer: Am Nachmittag des 25. Mai 1935 leistete Owens an einem Universitäts-Wettkampf schier Unfassbares.

Der Reihe nach pulverisierte er die Weltrekorde über 100 Yards (91,44 m), im Weitsprung, über 220 Yards und 200 Meter sowie zum Abschluss noch über 220 Yards Hürden. Sein damals aufgestellter Weitsprung-Weltrekord hatte 25 Jahre bestand.

4x Gold bei Olympia

Doch Erfüllung fand Owens erst ein Jahr später in Berlin. Bei den Olympischen Spielen 1936 holte sich der Amerikaner vor den Augen des Diktators Adolf Hitler Gold über 100 m, 200 m, im Weitsprung sowie mit der Staffel über 4x100 m.

Jesse Owens Weltrekorde vom 25.05.1935

100 Yards (91,44 m)
9,4 Sekunden
Weitsprung8,13 Meter
220 Yards (201,17 m)
20,3 Sekunden
200 Meter
20,3 Sekunden
220 Yards Hürden
22,6 Sekunden
Legende: Video Jesse Owens – der Mann, der die Nazis und dann Pferde besiegte abspielen. Laufzeit 08:57 Minuten.
Aus sportlounge vom 25.08.2014.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Simon Steiner, Bern
    Jesse Owens war aber persönlich ganz anderer Meinung, was die Behandlung in Deutschland anbelangt. „Als ich an der Tribüne des Kanzler vorbeiging, erhob er sich und winkte mir zu, und ich winkte zurück. Die Journalisten verhielten sich geschmacklos als sie diesen Mann, der Deutschland neu erschuf, verunglimpften.“ (Jesse Owens: The Jesse Owens Story, 1970) „Nicht Hitler hat mich brüskiert, sondern Franklin D. Roosevelt. Der Präsident hat mir nicht einmal ein Telegramm geschickt.“
    Ablehnen den Kommentar ablehnen