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Asafa Powell droht eine lange Sperre.
Legende: Positiver Dopingtest Asafa Powell droht eine lange Sperre. Reuters
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Leichtathletik Auch Powells A-Probe positiv

Auch Jamaika hat seinen Dopingskandal: Ex-Weltrekordhalter Asafa Powell sowie die Staffel-Olympiasieger Nesta Carter und Sherone Simpson sind im Juni bei den nationalen Meisterschaften positiv getestet worden.

Paul Doyle, Agent von Asafa Powell und Sherone Simpson, bestätigte den positiven Befund gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Bisher sind allerdings erst die A-Proben ausgewertet worden. Bei der verbotenen Substanz handelt es sich um Oxiflorin, das bei der Behandlung von niedrigem Blutdruck angewandt wird.

«Ich bin kein Betrüger»

Auf Twitter wehrt sich Powell gegen die Vorwürfe: «Ich war noch nie und bin auch jetzt kein Betrüger. Ich versichere, dass ich nicht bewusst ein Mittel eingenommen habe, das gegen die Regeln verstösst. Mein Team hat eine interne Untersuchung eingeleitet.»

Viertschnellster Sprinter aller Zeiten

Powell ist eine grosse Nummer im Sprintzirkus: Der 30-Jährige holte 2008 in Peking Olympiagold mit der Staffel sowie 4 Medaillen an Weltmeisterschaften. Mit einer persönlichen Bestzeit von 9,72 Sekunden ist er der viertschnellste Mann aller Zeiten. Zwischen 2005 und 2007 verbesserte er viermal den Weltrekord.

Audio
Gay und Powell positiv getestet (Radio SRF 3, Morgenbulletin)
01:29 min
abspielen. Laufzeit 01:29 Minuten.

Zweifacher Olympiasieger erwischt

Auch zwei andere überführte Sprinter sind bekannt: Es handelt sich um Nesta Carter und Sherone Simpson.

Die Bestzeit von Carter über 100 m beträgt 9,78 Sekunden. Der 27-Jährige wurde mit der Staffel schon zweimal Olympiasieger und einmal Weltmeister. Die Topleistung von Simpson über 100 m liegt bei 10,82 Sekunden. Karriere-Highlight der beiden 28-Jährigen war der Gewinn von Olympia-Silber 2008 in Peking.

Zwei weitere Sportler überführt

Neben den drei Sprintern ist auch Diskuswerferin Allison Randall durch den Dopingtest gefallen. Die 25-Jährige wurde ebenfalls bei den nationalen Meisterschaften im Juni in Kingston positiv getestet. Laut Quellen soll es sich bei der gefundenen Substanz um Hydrochlorothiazid (u.a. zur Senkung des Blutdruckes) handeln.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant , thun
    Endlich, seit Jahren warte ich darauf, dass auch die jamaikanische "Sprint-Mafia"auffliegt, leider nur Powell und nicht gleich Bolt und Blake dazu. Niemand kann im Ernst daran glauben, dass nicht auch Bolt zu Doping griff. Nur geniesst er wohl höchste Protektion, denn ohne Bolt würde der Leichtathletik Zirkus finanziell kollabieren. Allerdings wird es kaum mehr Rekorde von Bolt geben, er ist gewarnt und wird sich zurückhalten müssen. Und die Gegner gehen auch aus.
    1. Antwort von michelle k , bern
      Verurteilen Sie niemanden, solange nichts bewiesen ist. Wir sind nicht beim Radfahren
    2. Antwort von M. Bolder , Muhen
      @michelle k: Beim Radfahren darf man also jemanden verurteilen, bevor etwas bewiesen ist?
    3. Antwort von Robert Heydrich , Zürich/Berlin
      @Michelle K.: Alle Jamaikaner greifen zu Doping, Bolt wird eine ganze Stange Schmiergeld zahlen müssen um nicht aufzufliegen. Ach ja die Schwarzen sind wegen ihrem Körperbau so schnell, nun sehen wir die wahren Gründe.