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Legende: Video Semenya feiert einen überlegenen Sieg abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
Aus sportlive vom 03.05.2019.
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Diamond League in Doha Semenya ungefährdet zum Sieg – Atcho zahlt Lehrgeld

2 Tage nach der Niederlage vor dem TAS siegt Caster Semenya in Doha über 800 m. Sarah Atcho läuft über 200 m auf Rang 8.

Im Fokus

  • 800 m Frauen

Beim ersten Diamond-League-Meeting ist vor allem der Auftritt von Caster Semenya mit Spannung erwartet worden. Die 28-jährige Südafrikanerin war am Mittwoch vor dem Internationalen Sportgerichtshof mit ihrer Klage gegen die Regel eines Testosteron-Limits abgeblitzt. Ab dem 8. Mai wird sie eine Obergrenze einhalten müssen, um weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen. Sie muss dafür ihren Testosteron-Spiegel künstlich senken.

Trotz dieser Niederlage vor Gericht entschied sich Semenya für einen Start in Doha, wo ab dem 27. September dieses Jahres die WM stattfinden wird. Und die zweifache Olympiasiegerin feierte in 1:54,98 Minuten mit Meeting-Rekord einen ungefährdeten Sieg. Ob Doha Semenyas letztes Rennen auf Top-Niveau war, bleibt abzuwarten.

Das erste Rennen der Saison ist immer hart, deshalb war der Sieg wundervoll heute. Meine Überzeugung ist es, dass es für alles einen Ausweg gibt. Wenn vor mir eine Mauer steht, springe ich drüber. Ich werde weiter trainieren und laufen. Für mich ist nichts unmöglich.
Autor: Caster Semenyanach ihrem Sieg in Doha

Die einzige Schweizerin im Einsatz

  • In einem hochkarätigen Teilnehmerfeld war Sarah Atcho ohne Chance. Die 23-Jährige blieb bei ihrer ersten Teilnahme an einem Diamond-League-Meeting ausserhalb der Schweiz in 23,89 über eine Sekunde über ihrer persönlichen Bestleistung. Für Atcho bedeutete dies der letzte Rang. Die Britin Dina Asher-Smith liess alle stehen und feierte in 22,26 Sekunden einen überlegenen Sieg. Jamile Samuel (Ho) auf Rang 2 wies einen Rückstand von 76 Hundertstelsekunden auf.
Legende: Video Atcho bleibt in Doha ohne Chance abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus sportlive vom 03.05.2019.

Im Oval

  • Stabhochsprung Männer

Das Duell Weltmeister gegen Olympiasieger ging an den Weltmeister. Der US-Amerikaner Sam Kendricks übersprang im 2. Versuch 5,80 Meter – Thiago Braz (Br) scheiterte an dieser Höhe dreimal und musste sich mit 5,71 m zufriedengeben.

  • Diskus Männer

Mit 70,56 Meter überbot Daniel Stahl den bisherigen Diamond-League-Rekord des Polen Piotr Malachowski (69,83) deutlich. Der schwedische Vizeweltmeister warf dreimal über 70 m und feierte einen überlegenen Sieg. Stahl ist erst der 3. Athlet, der an einem internationalen Meeting dreimal über 70 m geworfen hat.

Legende: Video Der Rekordwurf von Daniel Stahl abspielen. Laufzeit 00:41 Minuten.
Aus sportlive vom 03.05.2019.

Auf der Bahn

  • 100 m Hürden Frauen

Danielle Williams (Jam), die Weltmeisterin von 2015 in Peking, setzte sich in 12,66 Sekunden vor Tobi Amusan aus Nigeria durch. Zu den Geschlagenen gehörte die Olympiasiegerin und Diamond-League-Championne von 2018 Brianna McNeal. Die US-Amerikanerin kam bei ihrem Saisondebüt in 12,94 Sekunden nicht über den 7. und damit drittletzten Rang hinaus.

  • 400 m Hürden Frauen

Dalilah Muhammad (USA) gab den Tarif durch. Die Olympiasiegerin umrundete die Bahn in 53,61 Sekunden. Hinter der Amerikanerin Ashley Spencer wurde Anna Ryschikowa Dritte (54,82 Sekunden).

  • 200 m Männer

Die halbe Bahnrunde wurde zur Beute von Welt- und Europameister Ramil Guliyev. Der Türke mit aserbaidschanischer Herkunft durchbrach die Marke von 20 Sekunden (19,99).

Sendebezug: srf.ch/sport, Web-Only-Livestream, 03.05.2019 18:00 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Asher Meng  (Ashi)
    Gratulation Frau Caster Semenya. Fau Caster ist mit einer Vagina als Frau für alle klar ersichtlich geboren. Dass Sie keine Gebährmutter hat, dafür 2 Hoden ist eine Laune der Natur. Wie muss sich Frau Caster wohl vorkommen. Finde dass , das Gericht es zu einfach gemacht hat. Hoffe, dass Frau Caster es auch nach gesenktem Testosteron , trotzdem gewinnen wird. Viel Glück. Eine dritte Kategorie braucht es nicht, da dies eine Blossstellung bedeuten würde.
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  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Ich gönne es Caster Semenya als Person ohne Frage, sportlich erfolgreich zu sein, denn sie trainiert hart und gilt als faire Sportlerin. ABER: Grosse Hände einer Schwimmerin oder besonders leichte Knochen eines Skispringers sind Körpermerkmale, die nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Semenya ist physiologisch intersexuell und hat dadurch grundlegende Vorteile gegenüber den Fragen mit allen geschlechtsspezifischen Merkmalen. Darum finde ich die Testosterongrenze einen fairen Kompromiss.
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    1. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      Ich teile die Ansicht. Das nächste Rennen wird nun hoch interessant. Sensationell wäre es ja, wenn Caster Semenya eine 1'55 laufen und damit die wissenschaftlichen Ergebnisse auf den Kopf stellen würde...
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  • Kommentar von Ilse König  (königin)
    Was ist im Sport schon ehrlich und klar? Muss eine Schwimmerin, die grosse Hände hat, mit Konsequenzen rechnen? Wie sieht es mit einem Läufer aus, der lange Beine hat?
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