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Diamond League in Paris Moser springt zum Sieg – Kambundji muss passen

  • Stabhochspringerin Angelica Moser feiert in Paris mit übersprungenen 4,77 m ihren zweiten Sieg in der Diamond League und erlebt dann eine Schrecksekunde.
  • Hürdensprinterin Ditaji Kambundji verzichtet wegen Oberschenkelproblemen kurzfristig auf einen Start.

Angelica Moser hat beim Diamond-League-Meeting in Paris den Sieg errungen. Die Zürcher Stabhochspringerin übersprang als einzige Athletin die Marke von 4,77 m, womit sie Eliza McCartney (NZL) und Nina Kennedy (AUS) auf die weiteren Podestplätze verwies.

Moser hatte ihre gute Form mit den 3. Plätzen in Rabat (4,70 m) und in Rom (4,80m) heuer bereits unter Beweis gestellt. In Paris stand sie nun zum zweiten Mal an einem Diamond-League-Meeting ganz oben. Zum ersten Mal war dies der Europameisterin von 2024 vor zwei Jahren in Marrakesch gelungen.

Schrecksekunde auf 4,90 m

Nachdem ihr Sieg bereits festgestanden hatte, nahm Moser noch die 4,90 m ins Visier. Der von ihr gehaltene Schweizer Rekord liegt bei 4,88 m. Der Versuch mit einem härteren Stab missglückte jedoch. Das Arbeitsgerät spickte weg, Moser landete unsanft auf dem Boden, gerade noch so auf der Matte. Der Schock war ihr ins Gesicht geschrieben.

Moser bekundete nach dem Missgeschick Schmerzen im Fuss, wie sie im SRF-Interview sagte. Am Montag sollen ärztliche Abklärungen folgen.

Kambundji muss kurzfristig passen

Das Rennen über 100 m Hürden der Frauen ging ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne. Ditaji Kambundji sagte ihren Start kurzfristig ab. Die Bernerin befand sich bereits im sogenannten Call Room, verspürte dort aber muskuläre Probleme im hinteren Oberschenkel. Mehr ist derzeit nicht bekannt.

Die Bilanz in Paris kann sich aus Schweizer Sicht auch ohne den Einsatz von Kambundji sehen lassen: Nicht nur Moser gewann ihren Wettkampf, auch Audrey Werro sicherte sich über 800 m überlegen den Sieg. Zwei Schweizer Siege in der Diamond League an einem Abend – das gab es zuvor noch nie.

Bromell schlägt Lyles

Auf der schnellen Bahn im Stade Charléty gab es zahlreiche Jahresweltbestzeiten. Der Kanadier Marco Arop stellte die Konkurrenz über 800 m in 1:41,84 Minuten in den Schatten, die Dominikanerin Marileidy Paulino stellte über 400 m in 48,48 Sekunden ebenfalls eine Jahresweltbestleistung auf, gleich wie das grosse australische Talent Cameron Myers über 1500 m mit 3:28,00.

Olympiasieger Noah Lyles musste hingegen eine seltene Niederlage über 100 m hinnehmen. Mit 9,92 Sekunden wurde der US-Amerikaner um eine Hundertstelsekunde von seinem Landsmann Trayvon Bromell geschlagen.

SRF zwei, sportlive, 28.06.2026, 18:00 Uhr ; 

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