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Leichtathletik Kipchoge erkämpft Sieg – Schweizer Rollstuhlfahrer brillieren

Eliud Kipchoge ist am Berlin Marathon seiner Favoritenrolle gerecht worden. Auf dem Weg zum Weltrekord wurde er aber ausgebremst. In der Rollstuhl-Konkurrenz waren Marcel Hug und Manuela Schär in einer eigenen Liga unterwegs.

Legende: Video Mit den letzten Reserven hängt Kipchoge Adola doch noch ab abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.09.2017.
  • Eliud Kipchoge und Guye Adola liefern sich über 42,195 km einen packenden Zweikampf
  • Im Rollstuhlrennen resultieren gleich 3 Schweizer Podestplätze
  • Maja Neuenschwander erlebt die nächste Enttäuschung

Nach einem Angriff bei Kilometer 37 deutete im Männer-Rennen einiges auf einen überraschenden Triumph Guye Adolas hin. Doch Favorit Eliud Kipchoge (Ken) konnte 2 km vor dem Zieleinlauf kontern. Im Finale schaffte er es, den Äthiopier bis auf 14 Sekunden zu distanzieren.

Kipchoge wiederholte damit seinen Berlin-Sieg aus dem Jahr 2015 in der Top-Zeit von 2:03:32 Stunden. Der angestrebte Weltrekord wurde auf der regennassen Strasse um 35 Sekunden verfehlt. Lange lag das Spitzenduo auf Kurs. Es fokussierte sich dann aber zu sehr auf das Duell Mann-gegen-Mann. Dem 26-jährigen Adola reichte dies dennoch zur schnellsten Feuertaufe, die je ein Marathonläufer abspulte.

Als bester Schweizer etablierte sich im starken internationalen Feld Adrian Lehmann als Gesamt-16. in 2:15:12 Stunden.

Legende: Video Aller guten Dinge sind 3 in Berlin: Hug deklassiert seine Gegner abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.09.2017.

Freud und Leid im Schweizer Lager

In der Rollstuhl-Konkurrenz war Berlin ein Erfolgspflaster für die Schweizer. Marcel Hug setzte sich mit über dreieinhalb Minuten Vorsprung vor einem japanischen Duo und Landsmann Heinz Frei durch.

Frauen-Siegerin Manuela Schär erarbeitete sich sogar ein Polster von mehr als 5 Minuten. Ebenso deutlich hielt die zweitklassierte Sandra Graf die nächstfolgende Annika Zeyen (De) in Schach.

Marathonläuferin Maja Neuenschwander konnte nur etwas mehr als die Häfte der Strecke zurücklegen und musste dann aussteigen. Es war dies die zweite Marathon-Aufgabe der Bernerin nach London im Frühling. Der Sieg ging an Gledys Cherono (2:20:23/Kenia).

Diese Schweizer Marathonläufer knacken in Berlin die EM-Limite 2018

Name
Endzeit
Klassierung
Adrian Lehmann2:15:12 Stunden16.
Christian Kreienbühl 2:17:17 Stunden
26.
Andreas Kempf 2:19:22 Stunden
39.
Geronimo von Wartburg2:19:26 Stunden
41.
Susanne Rüegger2:39:39 Stunden
17.

Sendebezug: Radio SRF 3, Mittagsbulletin, 24.09.2017 12:50 Uhr