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Die Corona-Krise bremst auch die Rollstuhlsportler
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Monotones Training Hug, Frei und Co. sind auf sich allein gestellt

Aufgrund der Corona-Krise müssen auch die Schweizer Rollstuhlsportler alleine trainieren. Das fällt nicht allen leicht.

Die Corona-Pandemie hat auch den Alltag der besten Schweizer Rollstuhlsportler durcheinandergewirbelt. So sind die Anlagen im Paraplegiker-Zentrum Nottwil bis auf Weiteres geschlossen.

Hug vermisst den Austausch

Deshalb sind auch die Schweizer Aushängeschilder wie Marcel Hug oder Heinz Frei gezwungen, alleine zu trainieren. Hug zügelte noch vor der Schliessung in Nottwil eine Rolle zu sich nach Hause, auf der er mit dem Rollstuhl trainieren kann.

Doch der 34-jährige Luzerner vermisst während den einsamen Trainingseinheiten die Kameradschaft und den Austausch. Es sei eine grosse Herausforderung, seine Ziele ganz allein zu verfolgen, «auch von der Motivation her», so Hug.

Dadurch, dass wir kein Ausgehverbot haben, und ich mit viel Eigenverantwortung unterwegs bin, gelingt es mir, diese Zeit gut zu nutzen fürs Training.
Autor: Heinz Frei

Gelassen nimmt die ganze Ausnahmesituation Heinz Frei, der seit 42 Jahren querschnittgelähmt ist. «Ich glaube, mit den Erlebnissen von damals ist es mir tatsächlich etwas leichter gefallen, diese Zeit jetzt anzunehmen, wie sie ist», so der 62-Jährige.

Der Solothurner fühlt sich aktuell in seinen Trainingsmöglichkeiten nicht stark eingeschränkt. «Dadurch, dass wir kein Ausgehverbot haben, und ich mit viel Eigenverantwortung unterwegs bin, gelingt es mir, diese Zeit gut zu nutzen fürs Training», so Frei.

4 Marathons in 8 Wochen

Sofern sich die Lage aufgrund der Pandemie Mitte Jahr beruhigt, würde es für die Rollstuhlsportler Schlag auf Schlag gehen. Von der prestigeträchtigen Serie «World Major Marathons» konnte nur Tokio am 1. März durchgeführt werden – aufgrund der sich anbahnenden Corona-Krise verzichtete aber beispielsweise Hug auf eine Reise nach Japan.

Nachdem die Städtemarathons in Boston (ursprünglich 20.4.) und London (26.4.) wegen der Pandemie verschoben werden mussten, ist das Programm Stand heute im Herbst dicht gedrängt: Zwischen dem 14. September und dem 1. November würden nun der Reihe nach die Marathons in Boston, London, Chicago und New York über die Bühne gehen. Der Berlin-Marathon vom 27. September wurde abgesagt.

Radio SRF 1, Morgengespräch, 21.4.2020, 06:00 Uhr;

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