Als Steeple-Läuferin gewann Fabienne Schlumpf 2018 an der EM in Berlin die Silbermedaille über 3000 m. Vor wenigen Tagen hat Schlumpf nun eine sportliche Neuausrichtung kommuniziert: Die 29-Jährige setzt ab sofort voll auf die Karte Marathon.
«Ich hätte nicht die Disziplin gewechselt, wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass ich im Marathon nicht mindestens so erfolgreich sein kann wie vorher», sagt Schlumpf selbstbewusst. Und das, obwohl sie die Marathon-Distanz bisher noch nie gelaufen ist.
Olympia-Ziel trotz Ungewissheit
Das hat auch damit zu tun, dass sie ihr Marathon-Debüt vor einem Jahr absagen musste. Im April 2019 machte ihr in Rotterdam eine Blase am Fuss einen Strich durch die Rechnung.
Ich habe keine Ahnung, was ich im Marathon kann. Die längste Strecke im Training war 35 Kilometer lang.
Ihr Ziel in der neuen Disziplin ist dennoch klar: Sie will sich für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio qualifizieren. Dazu muss sie die Olympia-Limite von 2:29.30 Stunden knacken – am liebsten gleich bei ihrer Marathon-Premiere.
Wann sie diese geben wird, ist derzeit allerdings ungewiss. Bis im Dezember sind sämtliche Qualifikations-Läufe für die Spiele in Tokio abgesagt.