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Legende: Audio Südafrika kündigt Berufung im Urteil zu Testosteron-Grenze an abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
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Testosteron-Obergrenze Fall Semenya: Südafrika will Berufung einlegen

Die südafrikanische Regierung will so schnell wie möglich das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs anfechten.

Der Gerichtsfall zur Testosteron-Obergrenze in der Leichtathletik geht weiter. «Wir werden so schnell wie möglich in Berufung gehen», sagt Vuyo Mhaga, Sprecher des südafrikanischen Sportministeriums.

Wir sind der Meinung, dass die vorgelegten wissenschaftlichen Informationen völlig ignoriert wurden.
Autor: Vuyo MhagaSprecher des südafrikanischen Sportministeriums

Damit fechtet Südafrika das Urteil des Internationalen Sportgerichts TAS vom 1. Mai an, wonach die Testosteron-Obergrenze in den Frauenkategorien zulässig sei. Die südafrikanische 800m-Läuferin Caster Semenya hatte die Regelung angefechtet, ist jedoch beim Sportgericht in Lausanne abgeblitzt.

Anderes Gericht soll entscheiden

«Wir sind der Meinung, dass die vorgelegten wissenschaftlichen Informationen völlig ignoriert wurden», sagte Mhaga der Nachrichtenagentur AFP. «Wir glauben, dass ein anderes Gericht zu einer anderen Entscheidung gelangen wird.»

Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hatte eine Limite für Distanzen von 400 Meter bis eine Meile eingeführt. Athletinnen dürfen 5 Nanomol Testosteron pro Liter nicht überschreiten.

Semenya: «Diese Regelung ist illegal»

Semenya, die Klägerin im Fall, hatte schon angekündigt, sich dem Urteil nicht beugen zu wollen. Die 28-Jährige müsste, um die Limite einzuhalten, hormonregulierende Medikamente nehmen. Das sei für sie aber keine Option: «Diese Regelung ist illegal», sagte die Südafrikanerin vorige Woche.

Der TAS wies Semenyas Klage gegen die Regelung ab. Es sei ein «notwendiges, vernünftiges und angemessenes Mittel», um die Integrität weiblicher Athletinnen aufrecht zu erhalten, lautete die Urteilsbegründung.

Legende: Video Archiv: Semenya gewinnt in Doha, bevor die Regelung in Kraft trat abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
Aus sportlive vom 03.05.2019.

Sendebezug: Nachmittagsbulletin Radio SRF 3, 13.05.2019, 16:00 Uhr

23 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei  (Fritz Frei)
    Intersexuelle gehören, wie der Name sagt, weder der Kategorie Frauen noch derjenigen der Männer an. Also eine eigene Kategorie! Wenn man genauer hinschaut, ist Caster Semenya primär ein Mann und erst sekundär eine Frau. Die primären Geschlechtsmerkmale sind Eierstöcke und Hoden. Die sekundären sind Penis und Vagina. Semenya hat Hoden (primär Mann) und eine Vagine (sekundär Frau).
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  • Kommentar von Suat Ulusoy  (SuatU)
    Hatte Caster Semenya nach dem Sieg in Doha nicht rausposaunt, dass für sie nichts unmöglich sei? Sie könnte der Welt zeigen, dass sie auch ohne Testosteron-Vorteil gewinnen kann...so überzeugt scheint sie dann doch nicht zu sein...
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  • Kommentar von Theodor Kugler  (Sein!)
    Dieses Thema könnte auch dazu führen, den Sport mit Siegern und Verlierern in Frage zu stellen. Ist der Sieger im Sport ein besserer Mensch? Man könnte zB Sportanlässe veranstalten, die der Gesundheit dienen (Spitzensport tut dies oft nicht) und eine neue Kultur schaffen, welche viel ganzheitlicher wäre, vergleichbar einem ästhetisch zusammengestellten Blumenstrauss aus verschiedensten Blumen und Grünpflanzen und nicht einem zB langweiligen Tulpenstrauss. Spitzensport ist krank geworden.
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    1. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      Nur weil man etwas besser kann, wird man selbstverständlich nicht zu einem besseren Menschen. Wettkampfsport war und ist für mich nach wie vor faszinierend (Fairplay vorausgesetzt) und gerade Spitzensport ist eigentlich etwas sehr Ganzheitliches, da Körper und Geist im Einklang sein sollten, um die optimale Leistung abrufen zu können. Es ist ein riesiges Puzzle, das zusammengesetzt werden muss, um mit fairen Mitteln an die Spitze zu gelangen.
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    2. Antwort von Theodor Kugler  (Sein!)
      An SuatU: Wenn bei einem Menschen Körper und Geist im Einklang sind, hat er kein Interesse mahr an Spitzensport.
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    3. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Kugler, Sie beleidigen hier ganz allgemein alle Top-Sportlerinnen und Top-Sportler, so z.B. auch den besten Schweizer Sportler aller Zeiten und mehrfachen Weltsportler des Jahres, Roger Federer. Bringen Sie das in Einklang mit Ihrem eigenen Geist oder nur Ihrem Körper?
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