Die Schweiz gewann an den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta insgesamt vier Goldmedaillen. Gleich zwei davon am 28. Juli: Donghua Li triumphierte am Pauschenpferd, während Michael und Markus Gier im Leichtgewichts-Doppelzweier zu Gold ruderten.
Li, der erst seit 1994 im Besitz des Schweizer Passes war, lieferte im Georgia Dome vor über 40'000 Zuschauenden eine unwiderstehliche Übung ab. Der damals 28-Jährige liess sich auch von einer Angina nicht stoppen und erfüllte sich seinen grossen Traum von Olympiagold. Kurz nach seinem Triumph trat der gebürtige Chinese vom Spitzensport zurück.
Die Gebrüder Gier lieferten gleichentags auf dem Lake Lanier – einem gestauten Fluss bei Atlanta – eine Machtdemonstration ab. Als amtierende Weltmeister wurden die Ostschweizer ihrer Favoritenrolle gerecht und deklassierten die Konkurrenz um über 3 Sekunden.
Wenige Tage zuvor hatte Xeno Müller im Einer Gold geholt. Das Trio hatte im US-Bundesstaat Georgia dafür gesorgt, dass die Schweizer Ruderer die ersten olympischen Goldmedaillen seit 1928 gewannen.