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Hohe Ziele mit Nati und Klub Niederhäuser: «Die Leute sollen glauben, ich sei verrückt»

Dem 23-Jährigen gehen die Ziele auch nach seiner ersten Saison in der NBA nicht aus.

Vor knapp 13 Monaten erfüllte sich Yanic Konan Niederhäuser seinen grössten Traum: Er wurde von den L.A. Clippers in der 1. Runde an 30. Stelle gedraftet. Das Ende seiner Premierensaison kam dann aber abrupt. Bei einem Misstritt Anfang März verletzte sich der erste Deutschschweizer, der es in die beste Basketballliga der Welt schaffte, am rechten Knöchel und musste fortan zusehen.

Knapp 3 Monate vor Beginn der neuen Spielzeit weilt der 2,13-Mann in der Schweiz. Niederhäuser nutzt die Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Während in Los Angeles «ständig etwas läuft», geniesse er im heimischen Fräschels FR die Natur und die Stille. Auch die Gespräche mit Vater Dominique, der nicht mit in die USA gezogen ist, schätzt er.

Noch nicht ganz fit

Doch auch in der Heimat lässt ihn der Basketball nicht los. Einerseits muss Niederhäuser nach wie vor sein Physiotherapie-Programm absolvieren, um wieder auf sein gewohntes Niveau zu kommen. Mental gehe es ihm nach der Verletzung schon wieder gut, «laufen und springen kann ich aber noch immer nicht», verrät er im Gespräch mit Fabienne Gyr im «Sportpanorama».

Andererseits kümmert sich Niederhäuser auch um die Zukunft des Schweizer Basketballs. In Bern besucht er Kinder und Jugendliche bei Sommercamps. Er will den Talenten den Spass am Sport vermitteln und zeigen, dass man es auch aus der Schweiz in die NBA schaffen kann. Und ganz nebenbei hofft er auf positiven Einfluss für die Nati: Die Schweiz soll dereinst mit den Grössten der Branche mithalten können.

Basketballspieler hängt am Korb während eines Spiels.
Legende: In seinem Element Yanic Konan Niederhäuser nach einem erfolgreichen Dunking. Keystone/AP Photo/Jessie Alcheh

Mit der Schweiz bei Olympia?

Doch schon kurzfristig sind Niederhäusers Ziele mit dem Nationalteam gross: Er träumt davon, in zwei Jahren in seiner Wahlheimat Los Angeles bei Olympia dabeizusein – wofür indes auf kontinentaler Ebene ein Top-6-Rang nötig wäre.

Auch persönlich gehen dem Center die Ambitionen nicht aus. Neben Meisterschaften peilt der Freiburger auch den Titel als bester Defensivspieler der Liga an. «Ich brauche den Druck, sonst strenge ich mich nicht an. Seit ich klein bin, haben mir meine Eltern beigebracht, dass ich gross träumen soll. Die Leute sollen glauben, ich sei verrückt», erklärt er im «Sportpanorama». Wie weit ihn diese Verrücktheit bringen kann, hat er in den vergangenen Monaten bereits gezeigt.

SRF zwei, «Sportpanorama», 26.07.26, 18:00 Uhr ; 

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