9. in Saquarema (BRA), 5. in Brasilia, 4. in Ostrava (CZE) – und zuletzt 3. in Alanya (TUR). Das Schweizer Beachvolleyball-Duo Joana Mäder/Leona Kernen wird in dieser Saison von Turnier zu Turnier besser. Die Vorzeichen für ein Glanzresultat beim Elite16-Event in Gstaad stehen also hervorragend.
Diese Entwicklung ist den beiden selbstverständlich nicht entgangen. «Wir befinden uns auf dem aufsteigenden Ast», sagt Kernen im Vorfeld des Turnierbeginns gegenüber SRF. «Wir finden unsere Teamidentität immer mehr, das ist sehr cool.» Dies heisst aber nicht, dass das Duo den grossen Triumph im Berner Oberland als Ziel vorgibt: «Wir wollen nicht zu hohe Erwartungen an uns selbst haben, sondern an unserem Prozess festhalten.»
Gelassener dank des Mutterseins
Und dieser lautet: «Wir gehen Schritt für Schritt und schauen von Spiel zu Spiel», so Mäder, die aber auch kein Geheimnis daraus macht, dass «wir einen Podestplatz natürlich nehmen würden». Die 34-Jährige hält den Ball flach: «Das ist erst unser fünftes gemeinsames Turnier. Ich komme aus einer Babypause und Leona ist erst 20-jährig – wir sind noch immer in der Findungsphase.»
Mäder gibt einen Einblick, wie das Muttersein ihr Wesen verändert hat. «Ich sehe Dinge nicht mehr so eng. Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen. Man kann nicht mehr alles so genau planen. Und das hilft mir im Sport. Ich sehe die Dinge gelassener.»
Neben Mäder/Kernen nehmen ab Mittwoch sechs weitere Schweizer Teams am Traditionsturnier (26. Ausgabe) teil. Podestplatz-Hoffnungen dürfen sich auch Anouk und Zoé Vergé-Dépré machen, die im Vorjahr Bronze gewonnen hatten.
Friedli/Jordan bei den Männern im Hauptfeld
Ebenfalls direkt im Hauptfeld gesetzt sind Nina Brunner/Tanja Hüberli, die nach ihrer Wiedervereinigung und spätem Saisonstart heuer erst ihren vierten gemeinsamen Auftritt haben. Als viertes Team müssen Annique Niederhauser und Menia Bentele in Gstaad den Umweg über die Qualifikation nehmen. Zuletzt erreichten sie am Future-Turnier in Genf den Final.
Bei den Männern haben einzig Julian Friedli und Jonathan Jordan ihren Platz im Hauptfeld sicher. Zwei weitere Duos, Adrian Heidrich/Yves Haussener und Luc Flückiger/Andrin Kolb, treten in der Qualifikation an.