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Bereits vor der letzten Partie Schweizer Curler scheiden in der Vorrunde aus

An der Curling-EM in Tallinn verpassen die Schweizer trotz Sieg gegen Norwegen den Einzug in den Halbfinal.

Legende: Video Schweizer gewinnen und scheiden trotzdem aus abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.11.2018.

Die Last Stone Challenge (LSC) hatte entschieden: Die Schweizer waren bereits vor dem 8:7 gegen Norwegen ausgeschieden. Dies, da sie wie gegen Deutschland auch gegen die Skandinavier die Challenge um den letzten Stein verloren.

Last Stone Challenge

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Bei der Last Stone Challenge (LSC) oder Draw Shot Challenge versuchen die beiden Teams jeweils vor einer Partie, 2 Steine so nah wie möglich am im Zentrum des Hauses zu platzieren. Wer näher dran ist, erhält das Recht des letzten Steins beim 1. End. Über den gesamten Turnierverlauf werden die Zentimeter addiert, die den einzelnen Teams jeweils zum Zentrum gefehlt haben. Daraus resultiert ein Schnitt. Die Schweiz verfehlte das Ziel in der LSC im Durchschnitt um 25,51 cm. Deutschland (24,25 cm) und Norwegen (24,84 cm) schnitten besser ab. Und diese Wertung kommt zum Tragen, wenn die Teams am Ende der Round Robin punktgleich sind. Somit verpasste die Schweiz die Halbfinals um 1,26 cm.

Die Schweizer stehen in der Tabelle nun punktgleich mit den Norwegern und den Deutschen auf Platz 4. Über das Weiterkommen entscheidet die LSC, womit Peter De Cruz und seine Teamkollegen ausgeschieden sind.

Gut gelaunt zum Sieg

Das Ausscheiden schien den Schweizern den Druck zu nehmen. Auch wenn es für sie um nichts mehr ging, traten sie äusserst souverän und konzentriert auf.

Die Entscheidung fiel im 7. End, als die Norweger das Recht des letzten Steins hatten. Der Takeout beim letzten Stein misslang und bugsierte anstelle von 2 Schweizer Steinen gleich 2 norwegische aus dem Haus. Die Schweizer stahlen 2 Steine und gingen vorentscheidend mit 7:5 in Führung.

Italien überrascht

De Cruz und Co. blieben somit im 7. Titelkampf seit März 2014 erstmals ohne Medaille und beendeten die Europameisterschaften auf dem 6. Platz. Nebst Deutschland stehen Schottland, überraschend Italien und Schweden als Halbfinalisten fest.

Sendebezug: Livestream auf www.srf.ch/sport, 22.11.2018, 08:00 Uhr.

9 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Schade, der "Knackpunkt" war die unnötige Niederlage gegen das Deutsche Team!
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Der Knackpunkt war das man die ganze Woche Konstant wahr und Sven Michel leider eine ganz schlechte EM spielte. Wenn man bei der sehr wichtigen Position 3 nur knappe 70% hat ist das einfach International zu wenig. Leider, den er ist ein sehr besseres Spieler als er dies diese Woche gezeigt hat. es gibt nur ein Team das Konstant International die letzten Jahre stets Top wahr und das ist Schweden, auch Danke dem einzigartigen und für mich besten Curler aller Zeiten Edin
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    2. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Nötig war keine der Niederlagen. Warum z.B. die Schweiz als Curling-Spitzennation gegen Italien verlieren kann, leuchtet mir nicht ein.
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    3. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Graf, weil die eine gute EM gespielt haben, ist ihnen auch schon vorher passiert wie auch Frankreich, Finnland war sogar Weltmeister, auch nicht gerade die Curling Nation. Es gibt immer wieder ein Überraschungsteam, wenn das Eis für sie stimmt und sie in einen Lauf kommen, ja, dann passiertes . Die Schweizer haben teilweise unter Ihren Möglichkeiten gespielt. Ich aheb mal an einem Tournier die Weltmeister Danielei und Tanner geschlagen um gegen einen vermeintlich schwächeren zu verlieren.
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  • Kommentar von Dorothee Meili (DoX.98)
    Entschuldigung! kann mir jemand das noch einmal in verständlichem Deutsch erklären, bitte und dazu beschreiben, warum das nicht vorher schon publik gemacht wurde?!
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Frau Meili, Vor Beginn des ersten Ends wird entweder durch einen kurzen Wettkampf (jede Mannschaft „legt“ einen Stein; die Mannschaft, deren Stein näher am Mittelpunkt des Hauses liegt, hat das Wahlrecht, ob sie beginnen möchte) oder durch Auslosung ermittelt, welche Mannschaft beginnt. An der EM gilt die erste Variante. Da die Schweiz gegen Deutschland sowie gegen Norwegen diese Ausmarchung verlor, schied nun die Schweiz aus. früher hat man das noch ausgespielt, was ich Fairer fand.
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    2. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Ja, ich frage mich auch, warum man gestern in der Vorschau hier nichts über die Bedeutung dieser LSC bei Punktgleichheit lesen konnte, geschweige denn die LSC-Werte der ersten acht Parteien erwähnt wurden.
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    3. Antwort von jean-claude albert heusser (jeani)
      Frau Meili. Curling ist ein Strategiespiel wie Schach und wer die Beste Strategie hat gewinnt eben oder nicht!
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Diese Reglement ist ein Witz Sondergleichens, früher Spielte man das aus, das war Fairplay. Diese Last Stone Challenge Geschichte hat mit Sport nichts mehr zu tun! Zum Spiel selber, eine spannende aber Qualitativ schwache Partie, mit vielen Fehlsteinen. Die Schweiz spielte schlecht im 7 End und hatte dann Riesenglück das der Norwegische Skip einen kapitalen Fehlstein spielte. Statt 8:5 für Norwegen hiess es 7;5 für die Schweiz. Die dann denn Sieg über das Ziel zitterte. HFl auch nicht verdient.
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