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Das «Curling-Traumpaar» vor der Heim-WM
Aus Mehr Sport vom 13.04.2022. Bild: Celine Stucki/freshfocus
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Mixed-Doppel-WM in Genf Nach den «Curling-Chiflers» will das Traumduo WM-Gold

Lustvoll streitend schaukelten sich Perret/Rios zu Höchstleistungen hoch. Pätz/Michel wählen einen harmonischeren Weg.

«Was soll ich machen? Ich kann ja nicht salzen!» Jenny Perret und Martin Rios gewannen vor vier Jahren nicht nur Olympia-Silber, sondern wurden regelrecht zu Kult. In der ansonsten im Curling eher weniger beachteten Mixed-Doppel-Konkurrenz wurde das einstige Liebespaar mit seinen in Pyeongchang live übertragenen Streitereien rasch zu den «Chiflers».

Bei vielen Wintersport-Fans geriet diese Form des Curlings – je eine Frau und ein Mann messen sich im Länderduell – erst mit den Olympischen Spielen 2018 ins Visier. Dabei hat diesen Wettbewerb keine Nation so geprägt wie die Schweiz. An den seit 2008 stattfindenden Weltmeisterschaften errangen in 7 von 13 Austragungen Schweizer Tandems Gold. Auch Perret/Rios (2017) dürfen sich Weltmeister nennen.

Live-Hinweis

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Sämtliche Schweizer Spiele der Curling-Mixed-Doppel-WM in Genf (23. – 30.4.) können Sie live auf SRF mitverfolgen.

Wenn es Ende April in Genf in der Patinoire de Sous-Moulin wiederum um den WM-Titel geht, darf in den Schweizer Reihen wohl nicht mit grossen «Chifeleien» gerechnet werden. Denn ihre Vertreter, Alina Pätz und Sven Michel, sind seit vielen Jahren ein Paar – auch neben dem Eis. 2011 wurden die beiden – schon damals in einer Beziehung – Mixed-Doppel-Weltmeister in Saint-Paul.

Das damit einhergehende Bewusstsein für den jeweils anderen sehen der 34-jährige Michel und die 2 Jahre jüngere Pätz als klaren Vorteil: «Sie weiss jederzeit wie ich fühle und umgekehrt», erklärt er. Trotz der gemeinsamen Leidenschaft kämen durchaus auch andere Themen auf den Tisch, erzählt sie, etwa Fussball.

Taktisch starker Michel, abgebrühte Pätz

Auf dem Eis ergänzt sich das Duo dank unterschiedlicher Stärken: «Sven ist taktisch unglaublich stark, kann jede Art Stein spielen, schnelle wie langsame», schildert Pätz. Sie wiederum ist laut ihrem Partner «mental stärker als ich, die Ruhe selbst, auch in entscheidenden Momenten.»

So ist es auch kein Problem, dass Michel 10 Tage vor dem WM-Start alleine zuhause trainiert, während Pätz 6500 km entfernt in Toronto mit den Weltmeisterinnen vom CC Aarau im Einsatz steht. Das Paar weiss um seine Stärken, der Weg zur 8. Schweizer Goldmedaille im Mixed-Doppel ist geebnet.

Video
Archiv: Schweizer Curlerinnen holen WM-Hattrick
Aus Sport-Clip vom 28.03.2022.
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Radio SRF 1, Abendbulletin, 13.4.22, 18:45 Uhr;

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