Zum Inhalt springen
Inhalt

E-Sport «OG» gewinnt überraschend «The International»

Die hatte niemand auf der Rechnung: Die Europäer «OG» sind das beste «Dota 2»-Team und gewinnen 11 Millionen Dollar.

Legende: Audio «OG» gewinnt «Dota 2»-Turnier «The International» abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
03:07 min, aus Geek-Sofa vom 27.08.2018.

Die diesjährige Ausgabe des «The International», des grössten E-Sport-Turniers der Welt, geht mit einer grossen Überraschung zu Ende: Das europäische Team «OG» gewinnt im Final gegen «PSG.LGD» mit 3:2 und streicht ein Preisgeld von über 11 Millionen Dollar ein.

Darum geht es in «Dota 2»

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Zwei Teams mit je fünf Spielern verteidigen ihre eigene Basis und greifen gleichzeitig die gegnerische an. Jeder Spieler wählt und steuert einen Helden mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten. Das Team, das zuerst den gegnerischen Hauptturm zerstört (den «Ancient», daher der Name «Defense of the Ancients»), hat die Partie gewonnen. Eine Partie dauert ungefähr eine halbe Stunde. An Turnieren wird «Best of 3» oder «Best of 5» gespielt.

«OG» ist ein europäisches Team, das seit rund 3 Jahren besteht und «Dota 2» bisher mit mässigem Erfolg spielte. Am «The International» kamen sie bisher erst einmal unter die letzten Acht – und verloren gegen «LGD», auf die sie nun wieder im Final traffen.

Das chinesische Team trägt seit April den Namen «PSG.LGD», nachdem sie mit der E-Sport-Abteilung von Paris Saint-Germain eine Partnerschaft eingegangen sind. «PSG.LGD» gehörte zum Kreis der Favoriten.

Miserable Saison

«OG» dagegen hatte niemand auf der Rechnung. Sie haben eine miserable Saison hinter sich. Und weil im Mai zwei wichtige Stammspieler das Team verliessen, musste Captain Johan «N0tail» Sundstein aus Dänemark in wenigen Monaten ein komplett neues Team aufbauen.

Er holte unter anderem den jungen Topias «Topson» Taavitsainen aus Finnland, der zuvor an lediglich einem grösseren Turnier teilgenommen hatte. Trotz dieser mangelnden Erfahrung wuchs er auf der grossen Bühne des «International» über sich hinaus und mauserte sich zum Schlüsselspieler.

Favoriten-Sterben

Damit setzt sich eine Serie am «The International» fort: Noch nie konnte ein Team den Titel verteidigen. Vorjahres-Gewinner «Team Liquid» wurden von «Evil Geniuses» aus dem Turnier geworfen. Letztere besiegten auch den grossen Favoriten, die Russen von «Virtus.pro».

Weil «Evil Geniuses» aber gegen «OG» und «PSG.LGD» verloren, reichte es für sie nur zum dritten Platz, immerhin noch mit 2,6 Millionen Dollar dotiert.

Sendebezug: Radio SRF 3, 27.8.2018, 11:15 Uhr

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Peter (Hanspeter97)
    Soll die digital Abteilung von srf weiterhin hinter dem Mond Leben? Es wird von esports berichtet und das ist nunmal eine Sparte des Sports. Finde es gut, dass SRF diesen Schritt macht und regelmässig über solche events berichtet. Übrigens. Letzte Woche war die gamescon in Köln und da gabs auch keine sportlichen Artikel von srf. Das muss man auch differenzieren können. Esports ist Sport und kein gamen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andreas Hug (AndiHug)
    Finde auch das unsere Gebühren besser genutzt werden können. Berichtet doch nicht so viel vom Gamen. Das ist doch eine Sportseite? Nur weil da gerade das grosse Geld fliesst, muss man nicht auch auf diesen Karren aufspringen. Von Poker kommt ja auch nichts.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Hüppin (Daniel Hüppin)
      Also für die paar Berichte, die es bisher zum E-Sport gegeben hat, geht bestimmt nicht viel von unseren Gebühren drauf. Und wie man an den Kommentaren sieht, gibt es Leute, die sich für E-Sport interessieren. Warum sollen die nicht auch hie und da was dazu lesen auf der SRF-Website?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stefan Gisler (Stefan Gisler)
    Nutz die Gebühren besser als für solche komischen Berichte DANKE
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Sebastian Bühler (Galorius)
      Danke für Ihren sehr informativen Beitrag über "Ihre" Präferenzen. Allerdings bin ich sehr überrascht, vor allem sehr POSITIV überrascht, dass das SRF sich den Zeiten anpasst und nicht nur über die handelsüblichen Sportarten berichtet, sondern E-Sport als ernsthafte Sparte wahrnimmt. Weiter so, ich freue mich über viele Beiträge bezüglich CS-GO, LoL, FIFA, F1 usw. Danke SRF!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen