Deutsche und Dänen im Tal der Tränen

Der Europameister und der Olympiasieger sind an der Handball-WM an der Achtelfinal-Hürde gescheitert. In Deutschland und Dänemark sucht man nach Erklärungen.

Die Parallelen sind augenscheinlich: Sowohl Europameister Deutschland als auch Olympiasieger Dänemark galten als Titelanwärter. Die Gruppenphase schürte die Erwartungen zusätzlich. 5 Spiele, 5 Siege – beide Handballnationen waren im Hoch.

Deutsche zu überheblich?

Entsprechend hart war der Aufprall. «Das war ein Schock», meinte der scheidende Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Neben den Schiedsrichterleistungen steht auch die Einstellung der Mannschaft in der Kritik.

«  20 verschiedene Sorten Bier haben dafür gesorgt, dass wenigstens hinten heraus die Atmosphäre etwas lockerer war. »

Bob Hanning
Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB)

Ausschnitt der Zeitung Ekstra Bladet Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Dänische Katastrophe» Die Zeitung Ekstra Bladet wählt deutliche Worte. www.ekstrabladet.dk

Zu überheblich seien die zuvor noch gehypten «Bad Boys» zu Werke gegangen, lautet der Tenor der Medien. Dabei hätte man gewarnt sein müssen. Gegen Katar schied die deutsche Auswahl schon an der WM 2015 aus.

Dänische Euphorie gebremst

Die deutschen Optimisten halten am Ziel Olympia 2020 fest. Dieses erreichte Dänemark im Sommer in Rio.

Auf den Goldrausch folgte ein halbes Jahr später die Ernüchterung. Die Zeitung Ekstra Bladet spricht von einer Katastrophe. Mit 25:27 zog man gegen Ungarn – wahrlich keine Übermacht – den Kürzeren.