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Suter: «Ungleichheit durch unterschiedliche Quarantäne-Regeln»
Aus Sport-Clip vom 08.11.2020.
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Handball-Nati «Verrückteste Woche» endet mit 0 Punkten und 100'000.- Defizit

Die Schweizer Handballer haben ihre ersten beiden EM-Quali-Spiele verloren – und viel Geld ausgegeben.

Michael Suter nimmt kein Blatt vor den Mund: «Das war die verrückteste Woche meiner Trainerkarriere. Und ich bin seit bald 20 Jahren Handball-Trainer», so der Nati-Coach.

In der Tat: Wegen eines Corona-Falls im Umfeld mussten sich einige Spieler bis zu viermal testen lassen, das EM-Quali-Spiel in Dänemark wurde wegen des Wartens auf die Ergebnisse kurzfristig verschoben, die Anreise erfolgte erst am Spieltag, zwei Tage später empfing die Nati Nordmazedonien – und steht nun mit 0 Punkten aus 2 Spielen da.

«Punkte holen ist unser Job»

Als Ausrede will Suter die Umstände nicht gelten lassen: «Wir müssen bereit sein, hier müssen wir Punkte holen, das ist unser Job», meinte er nach dem 23:25 gegen Nordmazedonien in Schaffhausen.

Nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich war es für die Nati eine verlorene Woche. Die Mindereinnahmen durch das fehlende Heimpublikum und die Mehrausgaben kumulieren sich zu einem 100'000-Franken-Defizit, wie Ingo Meckes, Chef Leistungssport im Verband, bestätigt.

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Meckes: «Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis mehr»
Aus Sport-Clip vom 08.11.2020.
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Teurer Charterflug

Ins Gewicht fiel insbesondere der Charterflug nach Dänemark. Eine andere Lösung sei aber kaum möglich gewesen, sagt Meckes. Ein Linienflug sei nicht in Frage gekommen, zum einen wegen des Schutzkonzeptes, zum anderen wegen der Spielverschiebung und der zusätzlichen 300-km-Busreise von Kopenhagen nach Arhus.

Meckes glaubt, dass das Defizit gedeckt werden kann, ob im Rahmen des Leistungssport-Budgets des Schweizer Verbandes (SHV), durch Stabilisierungsbeiträge des Bundes oder durch einen Beitrag des Europäischen Handball-Verbands, der auf einer Durchführung der Qualifikationsspiele bestanden hatte. «Wir werden nicht alleine gelassen», so Meckes, der auch die «unglaubliche Solidarität der Sponsoren» betonte.

Die SHV-Vertreter sehen in der abgelaufenen Woche auch Positives: «In dieser tristen Zeit ist es umso wichtiger, dass das Aushängeschild Nationalmannschaft spielen kann und auf SRF gezeigt wird», sagt Coach Suter. Meckes ergänzt. «Die Fernsehpräsenz ist für uns sehr wichtig. Wir haben uns in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erarbeitet.»

SRF zwei, sportlive, 07.11.2020, 18:20 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Urszli Gygy  (urs.gy)
    Thema ist doch eigentlich das Spiel vom Samstag, und nicht, wer wird und weshalb und wie oft getestet.
    Die Schweiz hat sehr gut und mit Herz gespielt, eine einwandfreie Leistung abgeliefert.
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  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    Wohin führt uns Corona noch? Sportler die Symptomfrei sind werden zuhauf in Quarantäne geschickt. Gesunde Menschen werden daran gehindert ihre Arbeit aus zu üben. Ich finde, man sollte weniger Tests im Sport machen und nur die kranken Menschen testen. Es ist gut die Risikogruppen zu schützen, aber man sollte gesunde, junge, sportler nicht gleich behandeln wie vorerkrankte ü60 jährige. Meiner Meinung sollte man mal die Sportler fragen ob sie diesen Schutz überhaupt wollen.
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    1. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Es wird immer von Risiko Gruppen gesprochen?
      Und wer ist das, der 80jöhrige im Seniorenheim oder der
      30-40järige Kettenraucher?
      Symptome sind das Eine und Langzeitfolgen das Andere und was wissen schon über die Auswirkungen?
      Wer einmal mit Covid19 infiziert ist muss damit Leben ob das will oder nicht!
      Also was wollt ihr für eine Schiene fahren, Risiko oder Vernunft?
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  • Kommentar von Hans Meier  (Hansi)
    Einfach Wahnsinn. Ich hoffe dass für so ein Unfug kein Steuergeld draufgeht.
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