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Die Geschichte des ersten Schachweltmeisters (Thorsten vom Wege, ARD)
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Heute vor 134 Jahren Der Schachweltmeister, der sich in die Klinik spielte

Wilhelm Steinitz kürt sich am 29. März 1886 zum 1. Schachweltmeister der Geschichte. Später wird er verrückt.

1836 in Prag geboren, machte sich der Sohn eines Schneiders daran, den Schachsport zu revolutionieren, indem er ihn als einer der Ersten von einer analytischen Perspektive betrachtete. Den Höhepunkt seines Schaffens erreichte Steinitz vor 134 Jahren in New Orleans, als er sich zum 1. anerkannten Schachweltmeister kürte.

Die entscheidende Partie am 29. März gewann Steinitz gegen seinen gesundheitlich angeschlagenen Gegner Johannes Zukertort in einer Stunde. Dieser starb 2 Jahre nach der Niederlage im Alter von 45 Jahren an einem Schlaganfall.

In Wahn verfallen

Steinitz hielt sich 8 Jahre an der Spitze der Schachwelt. Bis ihm der Deutsche Emanuel Lasker den Titel abnahm, was Steinitz erst nach der ebenfalls verlorenen Revanche 3 Jahre später anerkannte. Kurze Zeit später verfiel er in einen Wahn, glaubte, er könne per Gedankenübertragung Ferngespräche führen und Schachfiguren bewegen.

Seinen Lebensabend verbrachte Steinitz in einer Nervenheilanstalt in Moskau und einem Irrenhaus in New York, wo er 1900 verstarb.

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