Stellungnahme der SRG SSR zum Zwischenfall

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Die Schrecksekunde: Fliegerstaffel zerstört Kamera

2:31 min, aus St. Moritz aktuell vom 17.2.2017

Die SRG ist gastgebende Fernsehproduzentin der «Ski WM St. Moritz 2017». Als sogenannter Host Broadcaster produziert die SRG im Auftrag der European Broadcasting Union (EBU) und der Fédération Internationale de Ski (FIS) das Weltsignal aller Rennen und der Abschlusstrainings, der Eröffnungszeremonie sowie aller Siegerehrungen der Ski-WM.

Kamera an gewohnter Stelle und Höhe

Bei dieser Produktion kommen bis zu 38 Kameras zum Einsatz. Darunter befindet sich auch eine freihängende Seilbahnkamera, die sich über rund einen Kilometer erstreckt. Diese Kamera – auch Wingcam genannt – ist an zwei Trag- und einem Zugseil befestigt. Sie kam bei allen bisherigen Rennen der Ski-WM in St. Moritz zum Einsatz und befand sich seit Beginn der Produktion an derselben Stelle und in derselben Höhe. Sowohl die Spannung als auch die Höhe sämtlicher Seile wurde täglich vor den Rennen überprüft.

Am Freitagmittag wurde das Zugseil dieser Seilbahnkamera bei einem Training des PC-7-Teams der Schweizer Luftwaffe durchtrennt, worauf ein Teil dieser Kamera in den Zielraum stürzte. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung eingeleitet. Die SRG unterstützt die Behörden bei dieser Untersuchung.

Wingcam wird nicht mehr eingesetzt

Im weiteren Verlauf der Ski-WM kann die Seilbahnkamera nicht mehr eingesetzt werden. Die für das Wochenende geplanten Flugshows wurden abgesagt. Die Produktion des Weltsignals ist jedoch nicht gefährdet. Die WM-Slaloms der Frauen und Männer werden wie geplant produziert.

Der aktuell erkennbare Sachschaden beträgt mindestens 250‘000 Schweizerfranken. Die genaue Höhe des Schadens ist Gegenstand weiterer Abklärungen. Wessen Versicherung den finanziellen Schaden übernimmt, hängt vom Ergebnis der laufenden Untersuchung ab.

Die SRG erteilt keine weiteren Auskünfte zur laufenden Untersuchung.

«  Im Namen der SRG bedauere ich den Zwischenfall sehr. Ich bin allerdings sehr froh und glücklich über den Umstand, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Des Weiteren versichere ich, dass wir auch die beiden WM-Slaloms der Männer und Frauen in einem wie gewohnt qualitativ hohen Standard produzieren werden. »

Roland Mägerle
Leiter der Business Unit Sport SRG