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Langlauf Cologna verpasst Podest knapp

Dario Cologna hat die 2. Etappe der Tour de Ski auf Rang 5 beendet und stösst in der Gesamtwertung auf Platz 6 vor. Bis zum letzten kurzen Anstieg konnte er sich Hoffnungen auf einen Podestplatz machen.

Legende: Video 2. Tour-Etappe: Cologna mit «kleinem Schritt vorwärts» abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 01.01.2017.

Cologna stiess in der Schlussphase mit dem Stock zweimal ins Leere und musste eine kleine Lücke aufreissen lassen. Letztlich musste sich Cologna nur Prolog-Sieger Sergej Ustjugow (Russ) sowie den 3 Norwegern Martin Johnsrud Sundy, Didrik Tönseth und Sjur Röthe geschlagen geben.

Sein Rückstand im Ziel betrug 5,5 Sekunden. Aber der Schweizer zeigte sich während des ganzen Rennens in den vordersten Positionen. Neben Cologna lief auch Jonas Baumann (23.) in die Punkteränge.

Hält Ustjugow durch?

Trotz der knappen Abstände nahm das Tour-Klassement bereits klare Konturen an. Dank seiner zwei Siege und diversen Bonussekunden führt Ustjugow bereits 19 Sekunden vor Sundby. Für Cologna liegt das Tour-Podest mit 1:10 Minuten Rückstand in Griffweite.

Ustjugow ist nun zum Top-Favoriten der Tour aufgestiegen. Die Bewährungsprobe folgt am Dienstag beim Skiathlon in Oberstdorf. Der Russe muss zeigen, dass er auch auf den langen Distanzen bestehen kann.

Resultate:

10 km klassisch (Massenstart): 1. Sergej Ustjugow (RUS) 24:50,0. 2. Martin Johnsrud Sundby (NOR) 1,9 Sekunden zurück. 3. Didrik Tönseth (NOR) 2,3. 4. Sjur Röthe (NOR) 3,3. 5. Dario Cologna (SUI) 5,5. 6. Matti Heikkinen (FIN) 5,6. 7. Marcus Hellner (SWE) 6,0. 8. Alex Harvey (CAN) 7,0. 9. Iivo Niskanen (FIN) 7,0. 10. Simen Hegstad Krüger (NOR) 7,3. Ferner: 23. Jonas Baumann (SUI) 38,1. 32. Roman Furger (SUI) 46,0. 34. Finn Haagen Krogh (NOR) 50,1. 35. Toni Livers (SUI) 53,5. 52. Erwan Käser (SUI) 1:30,0. 63. Jason Rüesch (SUI) 2:07,5. 65. Philipp Hälg (LIE) 2:20,2. - Nicht gestartet: Jovian Hediger (SUI) und Curdin Perl (SUI/beide krank).

Tour-Stand (2/7): 1. Ustjugow 26:26,2. 2 Sundby 18,9. 3. Harvey 59,6. 4. Larkow 1:01,5. 5. Iversen 1:09,2. 6. Cologna 1:10,4. Ferner: 24. Furger 2:03,2. 29. Baumann 2:18,4. 45. Livers 2:42,1. 50. Käser 3:02,5. 63. Rüesch 3:46,9. 68. Hälg 4:04,0.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 1.1.17, 12:50 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Mathis Schlegel (Jona)
    @ Chasper Stupan. Stimmt schon, aber denken Sie bei Sundby ist es anders ? (nur weil er kein Russe ist?) ;-)
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    1. Antwort von Chasper Stupan (kritischabündner)
      Nein, ich kann mir gut vorstellen, dass auch verschiedene andere Top-Athleten langfristige Dopingprogramme betreiben, auch bei Sundby sehe ich diese Möglichkeit ganz klar. Es ist nur so, dass es bei Ustjugow angesichts aller Umstände schon eine besondere Situation ist. Ich hab übrigens durchaus Sympathie für Russland, spreche selbst auch etwas russisch - aber ich kenn als langjähriger Leistungssportler doch ein paar Zusammenhänge und verurteile Betrug im Sport aufs Schärfste.
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  • Kommentar von Walter Stauffacher (Wajrmara)
    Da bin ich mit Chasper Stupan einig nur: "Doping-geeignet" ist natürlich jede Spitzensportart, auch wenns nicht um Ausdauer geht... Und es wäre bei der aktuellen Diskussion um die Russen auch naiv zu glauben, die "westlichen" Spitzenleistungen seien alle viel sauberer zu Stande gekommen. Leidtragende sind wie immer die bewundernswerten Athlet(inn)en die ehrlich und sauber Höchstleistungen erbringen - ja, ich meine auch die gibts noch - und am Ende halt kürzere Spiesse haben.
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    1. Antwort von Chasper Stupan (kritischabündner)
      Es gibt in vielen Sportarten saubere Athleten, auch an der Weltspitze - und das muss unbedingt so bleiben. Gerade darum sind solche Vergehen wie in Russland mit drakonischen Strafen zu sanktionieren. Als besonders "doping-geeignet" sehe ich Sportarten in denen Kraft und Ausdauer (möglichst lang möglichst viel Leistung auf maximalem Niveau) gefragt sind. Selbstverständlich ist Manipulation auch bei anderen Sportarten und in anderen Bereichen möglich (Regeneration, Konzentration). Komplexes Thema.
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  • Kommentar von Chasper Stupan (kritischabündner)
    hmmm ... irgendwie komm ich mir grad wieder etwas verarscht vor. Plötzlich läuft da der Ustjugow locker flockig vorneweg. Ja, es gilt die Unschuldsvermutung, aber es ist auch ein ziemlicher Leistungssprung (die Anderen sind auch keine Pläuschler) von einem zugegeben guten Athleten aus Russland (wo gerade ein langjähriges flächendeckendes Dopingsystem enttarnt wurde) in einer Sportart die naturgemäss "doping-geeignet" ist. Ich gratulier ihm wenn er sauber ist - aber ich glaub's nicht.
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