Ehemalige Topsportler kritisieren die Olympia-Organisatoren, nicht als Fackelträger ausgewählt worden zu sein. Die Gazzetta dello Sport schreibt von einer «Blamage» für die Ausrichter der Winterspiele in Mailand und Cortina.
Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini und Sportminister Andrea Abodi luden die Organisatoren zu einer Videokonferenz ein. Darin wollten sie «Klarheit über Entscheidungen erlangen, die uns ratlos zurücklassen», wie es in einer Erklärung hiess. Nach dem Call teilten beide mit, dass sie erwarten, dass die «repräsentativsten Athleten» eingeladen werden.
Silvio Fauner, 1994 Langlauf-Olympiasieger, hatte in der Gazzetta erzählt, er und andere Ex-Sportler seien nicht eingeladen worden, die Flamme zu tragen: «Uns Champions wird kein Respekt entgegengebracht, ich halte das für ein ungeheures Vergehen.»
Das Olympia-OK teilte mit, Fauner sei nicht ausgewählt worden, weil er aktuell in der Politik aktiv ist und dies ein Ausschlusskriterium sei. «Ich bin Vize-Bürgermeister einer Bürgerliste in einem Dorf mit 1300 Einwohnern», erwiderte der 57-Jährige.