Nur Wylegschanin ist schneller: Skiathlon-Silber für Cologna

Dario Cologna hat an der Nordisch-WM in Falun die Titelverteidigung im Skiathlon knapp verpasst. Der Schweizer musste sich im Schlussspurt einer Vierergruppe dem Russen Maxim Wylegschanin geschlagen geben.

Dario Cologna, Skiathlon-Weltmeister von 2013 und -Olympiasieger von 2014, verpasste einen weiteren grossen Titel in dieser Disziplin lediglich um 0,4 Sekunden. Der Münstertaler, der grosse Animateur auf dem letzten Teil der 2x15km langen Strecke mit Skiwechsel, konnte aber Bronze-Gewinner Alex Harvey (Ka) und Didrik Tönseth (No) sicher auf Distanz halten. Damit ging Norwegen im 4. Langlauf-Bewerb dieser WM komplett leer aus.

Für den siegreichen Russen Maxim Wylegschanin ist es der 1. Weltmeistertitel. Der 32-Jährige hat zuvor bei Olympia und WM insgesamt sechsmal Silber - aber nie Gold - gewonnen.

Erst griff Hellner an, dann Cologna

Auf den 15 Klassisch-Kilometern wollte noch keiner der Favoriten aus der «Deckung» gehen. Als auf die Skating-Skis gewechselt wurde, gehörten noch 20 Athleten der Spitzengruppe an. 9 km vor dem Ziel lancierte Marcus Hellner (Sd) eine Attacke - die Gruppe dezimierte sich weiter.

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Livestream-Hinweis

Verfolgen Sie die Siegerehrung mit Dario Cologna am Samstagabend ab 20:10 Uhr im Livestream auf www.srf.ch/sport.

Noch 4 km waren zu laufen, als Cologna bei der 3. Bewältigung des «Mörderbakken», dem steilsten Aufstieg auf der Strecke, angriff. Nur Wylegschanin und Tönseth konnten vorerst folgen, später schloss Harvey auf.

«Viel riskiert und investiert»

Wylegschanin brachte sich vor der Abfahrt ins Stadion auf der Innenbahn in die beste Ausgangslage und gewann den Sprint von der Spitze weg. Cologna blieb Silber, seine 6. Medaille an einem Grossanlass (viermal Gold, zweimal Silber). «Die Freude über Silber ist sehr gross», gab der Münstertaler im Ziel zu Protokoll. «Ich habe viel risikiert und investiert.»

Mit seinem 1. WM-Auftritt in Falun hat Cologna bewiesen, dass seine Form stimmt. Vor allem seine Power in den Anstiegen beeindruckte. Für die kommenden Wettkämpfe lässt dies aus Schweizer Sicht einiges erhoffen.

Baumann auf Platz 30

Der 2. Schweizer im Teilnehmerfeld, Jonas Baumann, klassierte sich mit genau 3 Minuten Rückstand auf Platz 30. Der 24-Jährige hielt auf der Klassisch-Strecke bis kurz vor dem Wechsel mit den Besten mit, ehe er abreissen lassen musste.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 21.2.15, 14:10 Uhr

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Die Flower-Zeremonie

5:38 min, vom 21.2.2015