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Stöckli ist nur noch «verhalten zuversichtlich»
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6 Monate vor Tokio 2021 Missionschef Stöckli: «Meinungsumschwung ein schwieriges Zeichen»

Japan hat keine Lust mehr auf Olympia. Und auch die Schweizer Athletinnen und Athleten sind im Ungewissen.

Über 11'000 Sportlerinnen und Sportler sowie tausende Staff-Mitglieder werden zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio erwartet, die am 23. Juli beginnen sollen. Trotz Beginn der Impfkampagne: Ist das Risiko einer solchen Anhäufung von Personen aus aller Welt während einer Pandemie nicht zu hoch?

Das scheinen sich auch die Japanerinnen und Japaner zu fragen. Gemäss einer neuen Umfrage stehen 80 Prozent der Bevölkerung Olympia skeptisch gegenüber. Vor der Pandemie war es umgekehrt: «Über 80 Prozent freuten sich enorm auf die Spiele», sagt der Schweizer Missionschef Ralph Stöckli im Interview mit Radio SRF. «Dieser Umschwung ist sicher ein schwieriges Zeichen.»

Von «sehr» zu «verhalten» zuversichtlich

Auch bei Stöckli hat sich die Stimmung getrübt: «Noch vor einem Monat war ich wirklich sehr zuversichtlich. Heute würde ich die Stimmungslage ‹verhalten zuversichtlich› beschreiben.» Wie man an den Lauberhorn-Rennen sehe, seien auch Sport-Grossanlässe nicht vor kurzfristigen Absagen gefeit.

Der ehemalige Spitzencurler weist auf die schwierige aktuelle Lage vieler Athletinnen und Athleten hin: «Wie geht es mit den Qualifikationen weiter? Welche Normen müssen sie noch erfüllen? Welche Qualifikations-Wettkämpfe können stattfinden? Hier herrscht absolut kein Courant normal.»

Weniger problematisch ist die logistische und organisatorische Situation: Swiss Olympic hat sich bereits im vergangenen Jahr auf die letztlich verschobenen Spiele 2020 vorbereitet. Diese Pläne kann man einfach aus der Schublade ziehen.

Radio SRF 1, Morgengespräch, 19.1.2021, 06:17 Uhr;

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