Doping-Vorwürfe an Sotschi-Sieger

Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi sollen nach einem Bericht der «New York Times» Dutzende russische Sportler gedopt an den Start gegangen sein.

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Doping-Vorwürfe an Sotschi-Sieger

0:24 min, vom 12.5.2016

Mindestens 15 von ihnen hätten Medaillen gewonnen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den ehemaligen Leiter des Anti-Doping-Labors in Moskau, Gregori Rodtschenkow.

Nächtliche Aktionen

Rodtschenkow gab in dem Bericht zu, in nächtlichen Aktionen die Dopingpraktiken vertuscht und Urinproben ausgetauscht zu haben. Zudem habe er für russische Sportler extra einen Mix aus drei verschiedenen Dopingmitteln entwickelt. «Die Menschen haben die Olympiasieger gefeiert, aber wir sassen da und haben Urinproben ausgetauscht», sagte Rodtschenkow.

Subkow und Legkow betroffen?

Namentlich genannt wurden in dem Bericht Alexander Subkow (Bob), Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton). Zudem sei das gesamte Frauen-Eishockey-Team gedopt gewesen. Legkow wurde damals vom Schweizer Reto Burgermeister gecoacht.

Mutko: Eine Verschwörung

Russlands Sportminister Witali Mutko wies die Vorwürfe zurück und sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Tass von einer «Verschwörung».